{"id":2817,"date":"2015-10-01T20:26:01","date_gmt":"2015-10-01T20:26:01","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=2817"},"modified":"2015-10-01T20:34:45","modified_gmt":"2015-10-01T20:34:45","slug":"die-fuenf-grossen-deutschen-laufveranstalter-fordern-den-dlv-auf-lasst-philipp-pflieger-in-rio-starten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=2817","title":{"rendered":"Die f\u00fcnf gro\u00dfen deutschen Laufveranstalter fordern den DLV auf:  Lasst Philipp Pflieger in Rio starten"},"content":{"rendered":"<p>Nach &#8220;Laufmaut&#8221; und Nichtwahl seines Pr\u00e4sidenten ins Pr\u00e4sidium der IAAF sorgt der Deutsche Leichtahtletik Verband (DLV) f\u00fcr die n\u00e4chste Posse. Der nachstehenden Pressemitteilung ist wenig hinzuzuf\u00fcgen. Vielleicht gr\u00fcndet man nun doch (endlich) einen deutschen Stra\u00dfenlaufverband und l\u00e4sst den DLV stehen. Die Damen und Herren des DLVs haben eine derartige Inkompetenz und Ignoranz \u00fcber die Jahre gezeigt, dass jeglicher Kredit an Verst\u00e4ndnis lange verspielt ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/strassenlaufveranstalter-2015.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2821 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/strassenlaufveranstalter-2015-640x426.jpg\" alt=\"strassenlaufveranstalter-2015\" width=\"599\" height=\"399\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/strassenlaufveranstalter-2015-640x426.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/strassenlaufveranstalter-2015.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 599px) 100vw, 599px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Vertreter der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften deutschen Marathons (v.l.): Frank Thaleiser (Hamburg), Gernot Weigl (M\u00fcnchen-Marathon), Mark Milde (Berlin), Markus Frisch (K\u00f6ln), J\u00fcrgen Lock (Berlin), Jo Schindler (Frankfurt).\u00a0 (c) SCCevents<\/span><\/p>\n<p>In einer Pressemitteilung am Donnerstag fordern die<strong> f\u00fcnf gro\u00dfen deutschen Marathonveranstalter (Berlin, Frankfurt, Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen)<\/strong> den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zum Umdenken auf:<\/p>\n<p>&#8220;Die m\u00f6gliche Entwicklung deutscher L\u00e4ufer zu Athleten von internationaler Klasse wird seit Jahren blockiert. Durch Qualifikationskriterien, die so hoch angesetzt werden, dass sie beinahe keiner erreicht. Deutlich macht dies\u00a0 aktuell der Fall Pflieger: Der Langstreckenl\u00e4ufer Philipp Pflieger erreichte bei seinem Marathon-Deb\u00fct am 27. September in Berlin eine Zeit von 2:12:50 Stunden. F\u00fcr die Marathon-Premiere eines deutschen L\u00e4ufers ist dies ein sensationelles Resultat \u2013 abzulesen an den nationalen Marathon-Ranglisten der letzten zehn Jahre.<\/p>\n<p>Die vom DLV festgelegte Norm f\u00fcr einen Start bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio liegt jedoch bei 2:12:15 Stunden. So wird aufstrebenden Athleten wie dem 28 Jahre alten Pflieger die Olympiachance genommen. Was dies f\u00fcr seine Motivation und noch viel schlimmer: f\u00fcr die Motivation von Nachwuchsl\u00e4ufern bedeutet, sich der zehrenden Marathon-Laufbahn mit meist nur zwei gro\u00dfen Wettk\u00e4mpfen im Jahr hinzugeben, d\u00fcrfte klar sein. Zumal die internationale Norm, festgelegt vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) und Internationalen Olympischen Komitee (IOC), bei 2:17 Stunden liegt. Der DLV begr\u00fcndet seine harte Qualifikationszeit damit, nur Marathonl\u00e4ufer nach Rio schicken zu wollen, welche die Chance auf eine Platzierung unter den ersten Acht haben. Nur ist die internationale Konkurrenz im Marathon viel ausgepr\u00e4gter als in Spezialdisziplinen wie beispielsweise Speerwerfen oder Weitsprung. Es gibt kaum eine andere olympische Disziplin, bei der so viele verschiedene Nationen am Start sind wie in den Laufwettbewerben. Doch deutsche Athleten werden davon vom eigenen Verband quasi ausgeschlossen. Diese harte Gangart ist v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Zumal derselbe Verband gerade willk\u00fcrlich entschieden hat, den Laufveranstaltern ihre Pflichtabgabe je Teilnehmer um 100% zu erh\u00f6hen (urspr\u00fcnglich waren gar 400% geplant). Angeblich, um den Laufsport zu f\u00f6rdern. Doch existiert kein Konzept, wie diese Mittel sinnvoll f\u00fcr den Laufsport verwendet werden. Es wird eine Abgabe erhoben, die gr\u00f6\u00dftenteils den Landesverb\u00e4nden des DLV zuflie\u00dfen soll, doch was diese mit den Mitteln vorhaben, ist v\u00f6llig ungewiss. Einige Landesverb\u00e4nde haben \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt, dass damit die eigene Verwaltung finanziert werden soll.<\/p>\n<p>Die Marathonmacher in Deutschland haben ihre Mitwirkung bei der F\u00f6rderung deutscher Athleten nicht nur angek\u00fcndigt, sondern sind seit Jahren aktiv beteiligt. Sie sind es, die den Marathonsport in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt haben, die deutschen L\u00e4uferinnen und L\u00e4ufern in ihren internationalen Feldern unterst\u00fctzen und ihnen eine Plattform bieten. Wenn jedoch der eigene Verband mit Normen, die f\u00fcr L\u00e4ufer aus europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern nicht gelten, seinen Athleten den Weg in die internationale Spitze verbaut, sie auf dem Weg dorthin geradezu ausbremst, dann konterkariert dies jegliche M\u00fche der Marathonveranstalter.<\/p>\n<p>Welchen Stellenwert der Marathon beim Deutschen Leichtathletik Verband einnimmt, zeigt die Formulierung in der Deutschen Leichtathletik Ordnung (DLO), in der die L\u00e4ufe \u00fcber die klassische Distanz als \u201estadionferne Veranstaltungen\u201c bezeichnet werden. Das mag ungl\u00fccklich formuliert sein, zeigt aber umso deutlicher, wie man beim DLV die Stra\u00dfenlauf-Szene betrachtet \u2013 entfernt eben.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach &#8220;Laufmaut&#8221; und Nichtwahl seines Pr\u00e4sidenten ins Pr\u00e4sidium der IAAF sorgt der Deutsche Leichtahtletik Verband (DLV) f\u00fcr die n\u00e4chste Posse. 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