{"id":22118,"date":"2021-05-30T04:10:18","date_gmt":"2021-05-30T04:10:18","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=22118"},"modified":"2021-05-31T18:48:34","modified_gmt":"2021-05-31T18:48:34","slug":"battle-of-the-teams-in-prag-am-30-mai-2021-purity-rionoripo-siegt-bei-event-mit-wenig-ueberzeugendem-team-konzept","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=22118","title":{"rendered":"&#8220;Battle of the Teams&#8221; in Prag am 30. Mai 2021: Purity Rionoripo siegt bei Event mit kaum \u00fcberzeugendem Team-Konzept"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-22097 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-logo-640x168.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"155\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-logo-640x168.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-logo.jpg 656w\" sizes=\"(max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die kenianische Topl\u00e4uferin<strong> Purity Rionoripo<\/strong> (KEN) sorgte bei der<strong> &#8220;Battle of Teams&#8221;<\/strong> f\u00fcr das Highlight der Veranstaltung. Sie gewann in der tschechischen Hauptstadt Prag bei einem Marathonlauf mit einem neuen Format, womit der <strong>Veranstalter RunCzech<\/strong> im Stra\u00dfenlauf in Zeiten der Einschr\u00e4nkungen durch die Corona-Pandemie neue Impulse setzen wollte, das Rennen der Frauen in 2:20:14. <!--more-->Im Rennen der M\u00e4nner siegte ihr Landsmann <strong>Benson Kipruto<\/strong> (KEN) in 2:10:15.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-22122\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-men-3km-640x365.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"292\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-men-3km-640x365.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-men-3km-768x437.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-men-3km.jpg 876w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Spitzengruppe der M\u00e4nnern nach knapp 3 km. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Im Rennen der M\u00e4nner wurde schnell deutlich, dass die Topl\u00e4ufer nicht willens waren, ein flottes Tempo auf das (im Sinne des Wortes) Pflaster der Stadt an der Moldau zu legen. Bereits die ersten Kilometersplits von 3:17, 6:31 und 9:39 bei 3 km zeigten dies mehr als deutlich. F\u00fcr L\u00e4ufer mit PBs im Regime um und unter 2:05 Stunden war das ein besseres Jogging am fr\u00fchen Sonntagmorgen. Auch wegen der Auflagen bezgl. der Zuschauerzahlen war das Rennen bereits um 6:30 Uhr auf der ber\u00fchmten Karls-Br\u00fccke bei nahezu idealen Bedingungen (Temperatur 7\u00b0C und zun\u00e4chst windstill) gestartet worden. Noch 12 Athleten lagen bei 5 km in 15:50 in der Spitzengruppe, die damit auf Kurs zu einer Zeit von 2:13:37 lagen, was f\u00fcr die Klasse der Akteure indiskutabel war.<\/p>\n<p>Auch im weiteren wurde das Tempo nicht nennenwert erh\u00f6ht, bei 8,9 km in 27:49 betrug die Projektion im Ziel 2:11:53 und lag im weiteren Teil des Laufs im Regime um 2:11 Stunden. Man hatte nach 3 km die Hauptrunde der Strecke von 2,981 km L\u00e4nge erreicht, die \u00fcber Kopfsteinpflasterpassagen und Stra\u00dfenbahnschienen 13-mal zu durchlaufen war. Die H\u00e4lfte der Distanz durchliefen 12 L\u00e4ufer an der Spitze um 2:05:30 (es gab keine offiziellen Splits beim Halbmarathon und den vollen 5 km-Segmenten), wobei die Rundenzeiten zwischen 9:15 und 9:25 Minuten lagen. Erst jeseits der 30 km d\u00fcnnte die Kopfgruppe etwas aus, nach 35 km waren noch 8 L\u00e4ufer vorne, bei 40 km noch 6.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-22124\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-kipruto-640x434.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"339\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-kipruto-640x434.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-kipruto-768x521.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-kipruto.jpg 884w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Benson Kipruto gewann den Marathon bei der Battle of the Teams. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Es war nun der Sieger des Chicago Marathon 2014 und des Tokyo Marathon 2018 <strong>Dickson Chumba<\/strong> (KEN), der vorne das Tempo versch\u00e4rfte und die Spitzengruppe auf ihn, Kipruto, <strong>Norbert Kigen<\/strong> (KEN) und <strong>Kenneth Keter<\/strong> (KEN) reduzierte. Gut einen Kilometer vor dem Ziel war es Benson Kipruto, der sich schnell absetzen und das Rennen in international bestenfalls zweitklassigen 2:10:16 gewinnen konnte. Chumba wurde in 2:10:26 Zweiter vor Kigen in 2:10:27. In der durch Corona stark in Mitleidenschaft gezogenen Saison 2021 fungiert die Siegerzeit auf Platz 109, selbst der Kanadier Cameron Levins war letzte Woche bei &#8220;Sauwetter&#8221; auf der Baustelle im ober\u00f6sterreichischen F\u00fcrstenfeld eine Sekunde schneller.<\/p>\n<p>Dies sah bei den Frauen ganz anders aus. Dort lagen 12 L\u00e4uferinnen mit ersten Splits bei 3 km in 10:22 und 5 km in 17:23 zwar auf Kurs zu einer Zeit von \u00fcber 2:26 Stunden, aber dies sollte sich schon bald \u00e4ndern. Hier war es vor allem <strong>Valery Aiyabei<\/strong> (KEN), die 2019 in Frankfurt den Streckenrekord auf 2:19:10 schraubte, die aufs Tempo dr\u00fcckte und damit die zehnk\u00f6pfige Spitzengruppe bei 15 km auf 5 L\u00e4uferinnen nach der H\u00e4lfte in 1:10:10 reduzierte. Nach gut 25 km ereignete sich bereits die rennentscheidende Szene, als sich Rionoripo vorne absetzen konnte. Kurz vor 30 km bei 29,9 km in 1:38:40 hatte sich das Tempo derart erh\u00f6ht, dass sie hier mit 2:19:14 auf Kurs zu einer Zeit von unter 2:20 Stunden lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-22123\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-rionoripo-640x452.jpg\" alt=\"\" width=\"477\" height=\"337\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-rionoripo-640x452.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-winner-rionoripo.jpg 764w\" sizes=\"(max-width: 477px) 100vw, 477px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Purity Rionoripo gewann den Marathon der Frauen in der Topzeit von 2:20:14. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Nach 32,8 km in 1:48:34 lag die 28-j\u00e4hrige Kenianerin fast eine volle Minute vor dem Verfolgerduo Aiyabei und<strong> Bedatu Hirpa<\/strong> (ETH), weitere 30 Sekunden dahinter lag<strong> Guteni Shone<\/strong> (ETH). An der Spitze musste nun Rionoripo, die 2017 den Paris Marathon in 2:20:55 gewinnen konnte, dem hohen Tempo etwas Tribut zollen, erreichte aber das Ziel auf dem Altst\u00e4dter Mark in ausgezeichneten 2:20:14, womit sie ihre PB vom Valencia Marathon 2017 von 2:20:39 deutlich steigern konnte. Auch hinter der Siegerin gab es beachtliche Zeiten, die Dubai Marathon Zweite des Jahres 2020 Guteni Shone arbeitete sich im Schlusspart in 2:21:46 auf Platz 3 vor, dann folgte Valery Aiyabei als Dritte in 2:22:39. Und hochzufrieden zeigte sich auf Platz 6 <strong>Eva Vrabcova<\/strong> (TCH), die in 2:27:07 das Ticket f\u00fcr das tschechische Olympia-Team buchte.<\/p>\n<p>Die Zeit der Siegerin rangiert aktuell in der Welt-Jahresbestenliste auf Platz 3 und brachte trotz einer PB in der &#8220;Battle of the Teams&#8221; verbunden mit einer 10% Bonus-Punktzahl ihrem Team &#8220;Volkswagen&#8221; nur den zweiten Platz. In der Teamwertung lag am Ende mit 7152 Punkten das Team &#8220;Birell&#8221; mit dem Sieger Kipruto deutlich vorne. Diesem Team-Wettbewerb wurde im Vorfeld ein erheblicher Fokus gewidmet und als eine Variante gehypt, die Akzeptanz f\u00fcr den Marathonlauf in der \u00d6ffentlichkeit zu erh\u00f6hen. In einer n\u00fcchternen Wertung der Dinge wurde dies mit dieser Veranstaltung sicher nicht erreicht. Die Teams wurden kurzfristig und kaum nachvollziehbar zusammengestellt, wie man da sich mit einem der Teams identifizieren sollte, bleibt ein R\u00e4tsel.<\/p>\n<p>Und auch erratisch, permant aktualisierte Punktest\u00e4nde (die des\u00f6fteren sicher v\u00f6llig an der Realit\u00e4t vorbeigingen) machen Rennabl\u00e4ufe kaum spannender, wenn auf der anderen Seite solide Information wie Splits und deren Einordnung fehlen. Diese Defizite konnten auch die ausgezeichneten Kommentatoren Tim Hutchings und Michel Boeting kaum ausb\u00fcgeln, die euphemistisch der ganzen Aktion noch etwas Positives abgewinnen konnten. Wie lobenswert die Aktion der lokalen Organisatoren Carlo Capalbo und Davor Savija auch gewesen sein mag, eine Zukunft d\u00fcrfte dieses Format kaum haben. Und einen Beitrag zur Akzeptanz einer Marathon-Veranstaltung in der \u00d6ffentlichkeit wird ein Wettbewerb dieser Art sicher nicht leisten. Gerade einmal 130 Zuschauer hatten sich die Aktion auf dem YOUTUBE-Kanal live angeschaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-22128\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-team-wertung-640x350.jpg\" alt=\"\" width=\"541\" height=\"296\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-team-wertung-640x350.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-team-wertung-768x420.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/battle-of-teams-2021-team-wertung.jpg 1179w\" sizes=\"(max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Ergebnis des Team-Wettbewerbs. (c) RunCzech<\/span><\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnis Marathon der Frauen:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Purity Rionoripo<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:20:14<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Guteni Shone<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:21:46<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Valery Aiyabei<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:22:39<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Betty Lempus<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:24:15<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Tigist Abayechew<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:26:12<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Eva Vrabcova<\/td>\n<td>TCH<\/td>\n<td>2:27:07<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Aberu Mulisa<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:28:02<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Meseret Belete<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:28:31<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnis Marathon der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Benson Kipruto<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:10:16<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Dickson Chumba<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:10:26<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Norbert Kigen<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:10:27<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Kenneth Keter<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:10:29<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Lencho Anbesa<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:10:50<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Kinde Atanaw<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:11:00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Mengistu Zelalem<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:11:48<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Vitayal Atnafu<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:11:58<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kenianische Topl\u00e4uferin Purity Rionoripo (KEN) sorgte bei der &#8220;Battle of Teams&#8221; f\u00fcr das Highlight der Veranstaltung. 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