{"id":2198,"date":"2015-08-04T20:42:44","date_gmt":"2015-08-04T20:42:44","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=2198"},"modified":"2015-08-05T16:47:10","modified_gmt":"2015-08-05T16:47:10","slug":"halbzeit-rueckblick-auf-die-globale-laufszene-in-der-ersten-haelfte-des-jahres-2015","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=2198","title":{"rendered":"\u201eHalbzeit\u201c \u2013 R\u00fcckblick auf die globale Laufszene in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2015 &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Keine Frage, die internationale Stra\u00dfenlaufszene bleibt in Bewegung, auch im ersten Halbjahr des Jahres 2015. In vielf\u00e4ltiger Hinsicht setzte sich die Flut an herausragenden Leistungen und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ereignissen aus den Vorjahren fort. Der Lauf auf den Stra\u00dfen durch die St\u00e4dte dieser Welt kennt keine Pause mehr, auf globaler Skala wird zu jeder Zeit mit Volldampf gelaufen. Und wie!<\/p>\n<p>Auch im bisherigen Teil des Jahres 2015 wurden wieder viele Bestzeiten aufgestellt, gekr\u00f6nt von einigen Weltrekorden. Aber auch der Schatten des Dopings l\u00e4sst die Laufszene nicht los, dabei verdichten sich Hinweise, die in die Hochburgen der Laufeliten Ostafrikas f\u00fchren. Auch in Deutschland werden Schlagzeilen jenseits der Laufstrecken produziert. Hier sorgt die sog. \u201eLauf-Maut\u201c \u2013 eine eigenwillige Erh\u00f6hung der Finisher-Geb\u00fchren durch den Deutschen Leichtathletik Verband (DLV) \u2013 f\u00fcr Erregung der Gem\u00fcter und sieht nach einer Welle gro\u00dfen Protests den Verband als wenig einsichtigen Verlierer.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/grr-maut-stop.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-379 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/grr-maut-stop.jpg\" alt=\"grr-maut-stop\" width=\"317\" height=\"446\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von sportlicher Seite waren die B\u00f6ller zu Silvester kaum verklungen, da gab es schon beim Neujahr-Marathon im Schnee von Z\u00fcrich durch den Franzosen Ruberti in 2:48:47 die erste Jahres-Weltbestzeit, \u00fcber die sich der wackere Freizeitsportler traditionell nur wenige Tage freuen konnte.<br \/>\nBereits am 3. Januar ging es dann in der chinesischen Hafenstadt Xiamen zur Sache und sofort zu Anfang des neuen Jahres wurden gro\u00dfartige Bestmarken aufgestellt. W\u00e4hrend bei den M\u00e4nnern der Kenianer Moses Mosop im Duell mit Tilahun Regassa (ETH) wertvolle Zeit verschenkte, mit 2:06:19 aber trotzdem eine Klassezeit erzielte (aktuell Platz 10 in der Jahresbestenliste), lie\u00df sich die \u00c4thiopierin Mare Dibaba vom Start weg nicht aufhalten und lief in einem einsamen Rennen einen neuen Streckenrekord von 2:19:52. Es sollte bislang die einzige Leistung einer Frau im Jahr 2015 unter der Schallmauer von 2:20 Stunden bleiben.<\/p>\n<p>Dieser Grenze zur absoluten Weltklasse kamen allerdings die L\u00e4uferinnen beim Dubai-Marathon sehr nahe, wobei insbesondere die Leistungsdichte mit sechs L\u00e4uferinnen unter 2:22 Stunden beeindruckte. Im weltweiten Ranking des Jahres 2015 sind dies aktuell die Pl\u00e4tze 2 bis 7. In einem ganz knappen Finale gewann Aselefech Mergia (ETH) in 2:20:02 vor der amtierenden Weltmeisterin im Halbmarathon Gladys Cherono (KEN), die bei ihrem Deb\u00fct eine Sekunde l\u00e4nger brauchte. Bei den hohen Preisgeldern in Dubai kostete diese Sekunde allerdings 120.000 USD.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dubai2015-siegerin-mergia-zweite.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2144 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dubai2015-siegerin-mergia-zweite-640x485.jpg\" alt=\"dubai2015-siegerin-mergia-zweite\" width=\"534\" height=\"405\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dubai2015-siegerin-mergia-zweite-640x485.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dubai2015-siegerin-mergia-zweite-1200x910.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/dubai2015-siegerin-mergia-zweite.jpg 1250w\" sizes=\"(max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Aselefech Mergia (ETH, links) gewann in 2:20:02 den Dubai Marathon 2015 vor Gladys Cherono (KEN). Beide trennten nur eine Sekunde, aber 120.000 USD Preisgeld.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Etwas unerwartet stellten die Frauen mit diesen Zeiten die Leistungen der M\u00e4nner in den Schatten. Denn einer der Superstars der Laufszene, der \u00c4thiopier Kenenisa Bekele, wollte den schnellen Kurs im Vereinigten Arabischen Emirat f\u00fcr eine flotte Zeit nutzen. Bekele war aber nicht v\u00f6llig fit an den Start gegangen und musste mit einer Zerrung in ansonsten bester Verfassung noch vor 30 km aus dem Rennen aussteigen. Dabei war man beim Halbmarathon in 1:02:19 noch auf Kurs zu einer Topzeit und dem Streckenrekord (2:04:23). Sichtlich irritiert durch Bekeles Aufgabe begann ein Taktieren um Sieg und Preisgelder, das der noch wenig bekannte Lemi Berhanu (ETH) in 2:05:28 deutlich vor seinem Landsmann und Boston-Sieger Lelisa Desisa in 2:05:52 gewann. F\u00fcr die mittlerweile hohen Anspr\u00fcche im Emirat war das dort schon fast Mittelma\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai2015-ca36km.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-736 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai2015-ca36km-640x462.jpg\" alt=\"dubai2015-ca36km\" width=\"583\" height=\"421\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai2015-ca36km-640x462.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai2015-ca36km-1200x867.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/dubai2015-ca36km.jpg 1300w\" sizes=\"(max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Lemi Berhanu Hayle (links) und Lelisa Desisa (beide ETH) k\u00e4mpften am Ende in Dubai um den Sieg. Hayle gewann in 2:05:28.\u00a0 (c) H. Winter <\/span><\/p>\n<p>Bereits am Wochenende zuvor gab es auch beim Chevron Houston Marathon (USA) sowie beim Standard Chartered Mumbai Marathon (Indien) ausschlie\u00dflich \u00e4thiopische Sieger. In einem spannenden Schlusspart holte in Houston Birhanu Gedefa seinen enteilten Landsmann Gebo Burka auf dem letzten km noch ein und siegte in 2:08:03, wobei er von der 40 km-Marke bis ins Ziel nur eindrucksvolle 6:16 brauchte. Bei den Frauen siegte Yebrgual Arage (ETH) in guten 2:23:23.<\/p>\n<p>In der indischen Metropole Mumbai verhinderte die zunehmende Hitze einen neuen Streckenrekord (2:09:32), der bei Halbzeit in 1:04:47 noch in Reichweite lag. Es siegte Tesfaye Abera in 2:09:46 vor seinem Landsmann Dereje Debele in 2:10:31. Der beste Kenianer landete mit Ex-Weltmeister Luke Kibet in 2:10:57 nur auf Platz 3.<\/p>\n<p>Am 25. Januar gewann die Ukrainerin Tatjana Shmyrko den Frauen-Marathon im japanischen Osaka mit neuem Landesrekord von ausgezeichneten 2:22:09 und lag damit weit vor der (rein japanischen) Konkurrenz.<\/p>\n<p>Am 1. Februar begann in Beppu-Oita die Serie der drei japanischen Elite-Marathons im Fr\u00fchjahr, den Twelde Estifanos (ERI) in 2:10:18 gewann. Ein erster absoluter H\u00f6hepunkt des Jahres war nach dem Sieg von Mary Keitany (KEN) beim Halbmarathon im Emirat Ras Al Khaimah am 13. Februar in sehr guten 1:06:02 der neue Weltrekord ihrer Landsfrau Florence Kiplagat in Barcelona.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/kiplagat-barcelona-2015.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-451 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/kiplagat-barcelona-2015-640x432.jpg\" alt=\"kiplagat-barcelona-2015\" width=\"573\" height=\"387\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/kiplagat-barcelona-2015-640x432.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/kiplagat-barcelona-2015.jpg 996w\" sizes=\"(max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Florence Kiplagat (KEN) lief auch in diesem Jahr einen Halbmarathon-Weltrekord in Barcelona.\u00a0 (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>Beim Mitja Marato de Barcelona steigerte Kiplagat ihren Weltrekord aus dem Vorjahr an gleicher Stelle um 3 Sekunden auf ph\u00e4nomenale 1:05:09. Letztlich kam diese Steigerung fast so \u00fcberraschend wie der Rekord im Vorjahr, denn sie schien wegen des Marathontrainings f\u00fcr London nicht optimal vorbereitet. In einem kuriosen Rennen holte sie sich zun\u00e4chst sehr deutlich den Weltrekord \u00fcber 15 km in 46:13 mit km-Abschnitten von 3 Minuten zwischen 11 und 15 km, reduzierte dann zwar das Tempo, aber sowohl f\u00fcr 20 km (1:01:54) und vor allem den Halbmarathon \u201ereichte\u201c es dann auch noch f\u00fcr globale Bestmarken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/tokyo-2015-spitze-20km.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2206 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/tokyo-2015-spitze-20km-640x389.jpg\" alt=\"tokyo-2015-spitze-20km\" width=\"614\" height=\"373\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/tokyo-2015-spitze-20km-640x389.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/tokyo-2015-spitze-20km-1200x729.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 614px) 100vw, 614px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Spitze des M\u00e4nnerfeldes beim Tokyo Marathon 2015.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Auf der Marathondistanz sorgte der Tokyo-Marathon am 22. Februar vor allem durch eine Neuregelung zur World-Marathon-Majors(WMM)-Serie f\u00fcr Aufsehen, die diesen Wettbewerb mit 500.000 USD Preisgeld \u2013 den aber kaum jemand verfolgt \u2013 auf nun ein volles Jahr beschr\u00e4nkt. Sportlich holt man langsam im Vergleich zu den anderen f\u00fcnf WMM-Partnern auf, die Siegerzeit von Endeshaw Negesse (ETH) mit 2:06:00 rangiert in der Jahresbestenliste auf Platz 7. \u201eSieger der Herzen\u201c wurde allerdings Olympiasieger und Weltmeister Stephen Kiprotich (UGA), der kurz zuvor seine Tochter verlor und im Spurt um Platz 2 mit pers\u00f6nlicher Bestzeit von 2:06:33 Dickson Chumba (KEN) abfangen konnte. Bei den Frauen lag Birhane Dibaba in 2:23:15 vorne.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/tokyo-2015-dibaba-vor-ziel.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-2073 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/tokyo-2015-dibaba-vor-ziel-503x640.jpg\" alt=\"tokyo-2015-dibaba-vor-ziel\" width=\"355\" height=\"452\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/tokyo-2015-dibaba-vor-ziel-503x640.jpg 503w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/tokyo-2015-dibaba-vor-ziel.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Birhane Dibaba gewann den Tokyo Marathon bei den Frauen in 2:23:15.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Recht flotte Marathonl\u00e4ufe gab es zum Monatsende. Am 22. Februar verpasste in der zweiten H\u00e4lfte Lawrence Cherono (KEN) mit 2:09:39 den Streckenrekord im spanischen Sevilla nur knapp und am 27. Februar reichten 2:10:30 f\u00fcr William Yegon (KEN) zum Sieg beim Marathon in Tel Aviv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Frage, die internationale Stra\u00dfenlaufszene bleibt in Bewegung, auch im ersten Halbjahr des Jahres 2015. In vielf\u00e4ltiger Hinsicht setzte sich die Flut an herausragenden Leistungen und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ereignissen aus den Vorjahren fort. 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