{"id":21802,"date":"2021-04-04T12:10:18","date_gmt":"2021-04-04T12:10:18","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=21802"},"modified":"2021-04-06T20:48:55","modified_gmt":"2021-04-06T20:48:55","slug":"15-n-kolay-istanbul-yari-maratonu-am-4-april-2021-ruth-chepngetich-laeuft-fabel-weltrekord-im-halbmarathon","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=21802","title":{"rendered":"15. N Kolay Istanbul Yari Maratonu am 4. April 2021: Ruth Chepngetich l\u00e4uft Fabel-Weltrekord im Halbmarathon"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-21748 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/LOGO_N_Kolay_tr.png\" alt=\"\" width=\"364\" height=\"194\" \/>Die kenianische Marathon-Weltmeisterin <strong>Ruth Chepngetich<\/strong> (KEN) sorgte am 4. April 2021 bei <strong>der 15. Ausgabe des N Kolay Istanbul Halbmarathon<\/strong> f\u00fcr eine kaum zu erwartende Sensation. In 1:04:02 steigerte die Kenianerin die globale Bestmarke von Ababel Yeshaneh (ETH) von 1:04:31 um 29 Sekunden.<!--more--> Mit <strong>Yalemzerf Yehualaw<\/strong> (ETH) in 1:04:39 und der amtierenden 5000 m- und Cross-Weltmeisterin <strong>Helen Obiri<\/strong> (KEN) bei ihrem Deb\u00fct in 1:04:51 blieben zum ersten Mal in einem Halbmarathon drei Frauen unter 65 Minuten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-21803 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/instanbul-hm-2021-chepngetich.finish-640x361.jpg\" alt=\"\" width=\"558\" height=\"315\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/instanbul-hm-2021-chepngetich.finish-640x361.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/instanbul-hm-2021-chepngetich.finish-768x433.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/instanbul-hm-2021-chepngetich.finish-1200x677.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 558px) 100vw, 558px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Ruth Chepngetich gewann zum dritten Mal den Halbmarathon in Istanbul in der Weltrekordzeit von 1:04:02 und holte dabei den deutschen Marathonrekordler Amanal Petros ein. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Das Rennen der M\u00e4nner verlief trotz hochklassiger Besetzung mit den besten der Szene weit weniger spektakul\u00e4r. Hier gewann am Ende der Weltrekord-Inhaber Kibiwott Kandie (KEN) in 59:35 mit Streckenrekord und knapp vor dem nach einem Unfall vor fast einem Jahr wieder genesenem Geoffrey Kamworor (KEN) in 59:38. Neben einem kleinen Elitefeld waren weitere 4000 L\u00e4ufer im Halbmarathon dabei, zuvor waren bereits \u00fcber 10 km 3000 L\u00e4ufer unter Beachtung strenger Hygienekonzepte an den Start gegangen.<\/p>\n<p>Das Rennen der M\u00e4nner konnte die hohen Erwartungen schon kurz nach dem Start nicht mehr erf\u00fcllen. W\u00e4hrend vorne die designierten Tempomacher <strong>Vestus Chemjor<\/strong> (KEN) und <strong>Benard Ngeno<\/strong> (KEN) die im Vorfeld festgelegte Pace mit ersten km-Abschnitten von 2:46 und 2:51 einhielten, wollte das Elitefeld dieses Tempo nicht annehmen und &#8220;bummelte&#8221; mit knapp 3 Minuten f\u00fcr den ersten Kilometer hinter den &#8220;Hasen&#8221; her. Erst nach gut 3 km holte man diese kurz ein, bevor sich aber Ngeno vorne wieder absetzte und bei 5 km in 14:14 lag\u00a0 5 Sekunden vor der Spitzengruppe lag. Damit lag man auf Kurs von gut einer Stunde und hinter den hohen Erwartungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ngeno, der als Tempomacher das Rennen bereits 2019 gewinnen konnte, setzte sich immer weiter ab und hatte bei 10 km in 28:21 eine Vorsprung von 17 Sekunden herausgelaufen, perfekte Tempomacherdienste sehen allerdings anders aus. Erst nach 12 km in 34:08 war der Ausflug des Kenianers zu Ende und eine F\u00fcnfergruppe mit den beiden Favoriten Kandie und Kaworor, sowie dem Sieger aus dem Jahr 2018 und mit 59:50 Streckenrekordler <strong>Amdework Walelegn<\/strong> (ETH), <strong>Roncer Kipkorir<\/strong> (KEN) sowie <strong>Stephen Kissa<\/strong> (UGA) schlo\u00df zu dem F\u00fchrenden auf. 15 km passierte das Sextett nach 42:56, bevor vor der 19 km-Marke (54:04) Kandie die Fahrt erh\u00f6hte.<\/p>\n<p>Mit einem Kilometer nach 19 km in 2:39 sprengte er die Kopfgruppe, in der nur noch Kamworor halbwegs mithalten konnte. Doch auf dem kommenden Kilometer nach 20 km in 2:35 konnte auch der dreifache Halbmarathon-Weltmeister nicht mehr mithalten, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder am Start war, und Kandie setzte sich entscheidend ab. Bei 20 km hatte Kandie 56:40 Minuten, womit er die 5 km nach 20 km in 13:45 zur\u00fccklegte. Als es dann auf die ca. 400 m lange Zielgerade ging, kam zwar Kamworor seinem Landsmann etwas n\u00e4her, Kandie gewann aber unangefochten mit neuem Kursrekord und Einstellung der Welt-Jahresbestzeit von 59:35. Kamworor wurde Zweiter in 59:38 vor Roncer Kipkiror in 59:46. Und auch der Vierte Amdework Walellegn blieb in 59:48 genauso unter einer Stunde wie der L\u00e4ufer auf Platz 5 <strong>Leonard Barsoton<\/strong> (KEN) in 59:59.<\/p>\n<p>Wenig erfolgreich war der Ausflug nach Istanbul f\u00fcr den deutschen Marathon-Rekordler <strong>Amanal Petros<\/strong> (GER) von der TV Wattenscheid, der ca. 8 km vorne mithielt, dann aber muskul\u00e4re Probleme bekam und schnell aus der Spitze heraufiel. Nach 10 km in 29:00 lag er bereits 20 Sekunden zur\u00fcck und verlor schnell weiter an Boden. Am Ende musste er in 1:03:58 sogar aufpassen, nicht von der Siegerin im Frauenrennen eingeholt zu werden, die nur wenige Sekunden hinter Petros ins Ziel kam.<\/p>\n<p>Das Rennen bei den Frauen nahm einen v\u00f6llig anderen Verlauf als bei den M\u00e4nnern. Angef\u00fchrt von dem gro\u00dfartigen Tempomacher <strong>David Chemweno<\/strong> (KEN), der zum wiederholten Male diesen Job bei den Frauen in Istanbul verrichtete, wurden die ersten Kilometer mit Splits von 2:59, 5:54, 3:05 und 3:05 angelaufen. Bei 5 km in 15:07 lagen an der Spitze neun Frauen auf Kurs zu einer Zeit von 1:03:47 und somit im Regime weiter unter dem Weltrekord. Mit dabei war hier auch noch der(die) deutsche Star(in)<strong> Melat Kejeta<\/strong> (GER), die bei der Halbmarathon-WM im Oktober 2020 \u00fcberraschend die Silbermedaille gewann.<\/p>\n<p>Bald darauf war diese Fahrt aber f\u00fcr die deutsche Topl\u00e4uferin doch zu schnell und sie fiel schnell weit zur\u00fcck. An der Spitze hielt der &#8220;Hase&#8221; das Tempo hoch, 10 km wurden nach 30:21 erreicht, wo noch f\u00fcnf L\u00e4uferinnen\u00a0 vorne zusammenlagen: Neben Chepngetich, Yehualaw und Obiri waren das die Marathon-Weltrekordlerin (2:14:04) <strong>Brigid Kosgei<\/strong> (KEN) sowie <strong>Joan Melly<\/strong> (KEN), die sich bei ihrem Sieg in Prag im Jahr 2017 im Halbmarathon auf 1:05:04 steigern konnte. Als es nach der Wende bei gut 10 km auf der Pendelstrecke zur\u00fcck ging, fiel \u00fcberraschend Brigid Kosgei als Erste zur\u00fcck, der kurz darauf auch Melly folgte. Als die Spitze 15 km erreichte hatte sich die Spitze auf das Trio Chepngetich, Yehualaw und Obiri reduziert, die hier mit 64 Minuten deutlich auf Weltrekord-Kurs lagen.<\/p>\n<p>Kurz darauf reduzierte sich der Kampf um den Sieg (und den Rekord) auf ein Duo, da Obiri bei ihrem Halbmarathon-Deb\u00fct am Ende ihrer Kr\u00e4ft schien. Nach 18 km zog Ruth Chepngetich das Tempo weiter an und mit Splits von 2:59, 3:00 und 2:59 konnte sie die h\u00f6her eingesch\u00e4tzte Yehualaw absch\u00fctteln. Bei 20 km in 1:00:43 war klar, dass die globale Rekordmarke fallen w\u00fcrde. Der Wind, der zwischendurch auf dem sehr windanf\u00e4lligen Kurs drehte und dabei stark abschw\u00e4chte, frischte nun stark auf, aber da waren die besten Frauen schon dem Ziel sehr nahe. Chepngetich gab im Finale noch einmal alles, lief den Schlusspart im 3 Minuten\/km-Schnitt und &#8220;pulversierte mit einem sehenswerten Lufsprung \u00fcber die Ziellinie den Weltrekord auf grandiose 1:04:02.<\/p>\n<p>Nach dem \u00fcberraschenden WM-Titel im Marathon in Doha im Jahr 2019 war dies der zweite gro\u00dfe Coup der 26-j\u00e4hrigen Kenianerin. Mit erheblichem Abstand wurde Yehualaw in 1:04:40 Zweite und auch Helen Obiri blieb als Dritte in 1:04:51 unter der Schallmauer zur absoluten Weltklasse im Halbmarathon der Frauen. Erstmals unterboten gleich drei Athletinnen in einem Rennen diese Traumgrenze. Auf Rang 4 verpasste Joan Melly in 1:05:09 nur knapp ihre PB, w\u00e4hrend die hochgehandelte Brigid Kosgei in 1:06:01 unter ihren M\u00f6glichkeiten blieb. Erst auf Platz 9 erreichte dann Melat Kejeta das Ziel in 1:07:33, womit sie immer noch die zweitbeste Zeit einer deutschen L\u00e4uferin schaffte, aber sie ging dann auf die Heimreise mit der Erkenntnis, dass zumindest am Ostersonntag die absolute Weltklasse in einer anderen Liga agiert(e).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kenianische Marathon-Weltmeisterin Ruth Chepngetich (KEN) sorgte am 4. April 2021 bei der 15. Ausgabe des N Kolay Istanbul Halbmarathon f\u00fcr eine kaum zu erwartende Sensation. 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