{"id":21433,"date":"2021-01-23T02:31:17","date_gmt":"2021-01-23T02:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=21433"},"modified":"2021-01-24T13:33:43","modified_gmt":"2021-01-24T13:33:43","slug":"project-carbon-x2-hoka-in-chandler-arizona-usa-am-23-januar-2021-jim-walmsley-usa-verpasst-100-km-weltrekord-um-12-sekunden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=21433","title":{"rendered":"Project Carbon X2 Hoka in Chandler (Arizona, USA) am 23. Januar 2021: Jim Walmsley (USA) verpasst 100 km-Weltrekord um 12 Sekunden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-21438 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"99\" \/><\/p>\n<p>Mit einem dramatischen Finale endete die <strong>2. Ausgabe des Hoka Project Carbon X2<\/strong> <strong>\u00fcber 100 km<\/strong> auf einem <strong>Rundkurs in Chandler (Arizona, USA)<\/strong> am heutigen Samstagmorgen. In 6:09:26 verpasste der US-Top-Ultral\u00e4ufer<strong> Jim Walmsley<\/strong> (USA) den aktuellen Weltrekord<!--more--> von 6:09:14 durch den Japaner Nao Kazami aus dem Jahr 2018 um ganze 12 Sekunden, nachdem er bis kurz vor Schluss stets auf Kurs zu einer neuen globalen Bestmarke gelegen hatte. Bei der auf die Elite beschr\u00e4nkten und unter strikter Einhaltung von Hygiene-Auflagen wegen der Corona-Pandemie diktierten Veranstaltung war bei den Frauen <strong>Audrey Tanguy<\/strong> (FRA) in 7:40:32 die Schnellste. Mit Temperaturen um 15\u00b0C bei einem fast ungew\u00f6hnlich hohen Taupunkt von 7\u00b0C herrschten bis auf einen auffrischenden Wind in der W\u00fcste Arizonas wieder sehr gute Bedingungen f\u00fcr ein Ausdauerevent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-21439 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-2ndlap-640x406.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"289\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-2ndlap-640x406.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-2ndlap-768x487.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-2ndlap.jpg 782w\" sizes=\"(max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Spitzengruppe der M\u00e4nnern am Ende der 2. Runde nach 1:20:48 (Zwischenzeit) und einer Distanz von 22,2 km. (c) Livestream\/Screenshot<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Auf einem 11,11 km langen Rundkurs im S\u00fcden der Metropole Phoenix\/Tempe, wo im Ortsteil Chandler erst im Dezember 2020 das &#8220;Marathon Project&#8221; mit gro\u00dfem Erfolg durchgef\u00fchrt wurde, lag die Spitzengruppe der M\u00e4nner vom Start weg auf Weltrekordkurs. Zusammen mit 4 Tempomachern, die zum Teil bis zur H\u00e4lfte des Rennens die Elite unterst\u00fctzten, lagen 5 L\u00e4ufer vorne, darunter auch der Favorit und Weltrekordler \u00fcber 50 Meilen (80,47 km) Jim Walmsley, der diese Bestmarke vor zwei Jahren bei der ersten Auflage dieses Events erzielte. Mit ersten Splits von 18:27 bei 5 km, 1:13:54 bei 20 km und 1:50:30 bei 30 km lag man auf Kurs zu einer Zeit von 6:08:20 Stunden, d.h. eine Minute unter der WR-Zeit. Der (erste) Marathon wurde in ca. 2:34 Stunden zur\u00fcckgelegt.<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-21437 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-50km-leading-men-640x473.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"369\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-50km-leading-men-640x473.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-50km-leading-men.jpg 735w\" sizes=\"(max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Spitzengruppe der M\u00e4nner kurz vor 50 km. Hinter dem &#8220;Hasen&#8221; Petermann folgen Walmsley und Hunt, dahinter Hawks. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der Distanz wurde nach 3:04:14 erreicht, wo sich dann der letzte verbliebene &#8220;Hase&#8221; verabschiedete. Schon kurz darauf fiel eine Vorentscheidung, als sich Walmsley von den beiden verbliebenen Mitl\u00e4ufern <strong>Craig Hunt<\/strong> (USA) und <strong>Hayden Hawks<\/strong> (USA) absetzen konnte. Dabei kam es zu einem dramatischen Zwischenfall als sich Walmsley bei der \u00dcberrundung einiger Frauen an einer aus einem Zaun herausragenden Schraube die linke Schulter aufschnitt und stark zu bluten begann. Es gelang ihm aber die Blutung weitgehend zu stillen und das Rennen fortzusetzen. Ob ihm diese Aktion die am Ende fehlenden Sekunden kostete, kann nur spekuliert werden. Das organisatorische Defizit kann aber kaum entschuldigt werden und d\u00fcrfte sicher noch ein Nachspiel haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-21446 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-75km-walmsley-verletzung-640x480.jpg\" alt=\"\" width=\"497\" height=\"373\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-75km-walmsley-verletzung-640x480.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-75km-walmsley-verletzung.jpg 758w\" sizes=\"(max-width: 497px) 100vw, 497px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Bei 70 km war Walmsley lange allein an der Spitze. Die Verletzung an der linken Schulter hatte er sich an einem Zaun nach ca. 50 km zugezogen. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Bei 60 km in 3:40:36 lag Walmsley weiterhin auf Rekordkurs und 10 Sekunden vor Hunt und 1 1\/2 Minuten vor Hawks. \u00dcber 3:58:53 bei 65 km und 4:17:01 bei 70 km legte er 3\/4 der Gesamtstrecke nach 75 km in 4:35:05 zur\u00fcck und war damit in der Projektion von 6:06:47 sehr deutlich auf Rekordkurs. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Hunt war hier schon auf \u00fcber 5 Minuten angewachsen. Und bei 80 km in 4:53:35 lag Hunt dann schon 14 Minuten zur\u00fcck und wurde am Ende bis auf Platz 6 als letzter Finisher durchgereicht. Bei 50 Meilen wurde vorne Walmsley in 4:55:21 gestoppt, womit er gut 5 Minuten hinter seiner WR-Zeit von 4:50:07 zur\u00fccklag. Bei jenem Rennen im Mai 2019 war er noch die 100 km durchgerannt, brach aber ein und verfehlte seinerzeit den 100 km-WR deutlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-21434 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-70km-walmsley-640x449.jpg\" alt=\"\" width=\"554\" height=\"389\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-70km-walmsley-640x449.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-70km-walmsley-768x539.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-70km-walmsley.jpg 815w\" sizes=\"(max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Jim Walmsley nach gut 70 km und recht konstanten 5 km-Splits um 18:10 bis 18:20 Minuten. (c) Livestream\/Screenshit<\/span><\/p>\n<p>Dieses Mal hatte sich Walmsley das Rennen weit besser eingeteilt und lag bei 85 km in 5:12:06 und bei 90 km in 5:31:15 weiterhin mit einer Zeit im Ziel von 6:08:04 bestens auf Rekordkurs. Doch dann passierte ein weiteres, vielleicht entscheidendes Missgeschick, denn der Split bei 95 km wurde mit 5:49:54 angegeben, eine Kontrolle der Uhrzeit zeigte aber eine Zeit von 5:50:19. Walmsley lag somit zwar noch auf Kurs zu 6:08:45, musste aber nun statt in 19:15 die letzten 5 km in 18:50 Minuten zur\u00fccklegen. Und dazu fehlten dem Ausnahmel\u00e4ufer am Ende schlichtweg die Kr\u00e4fte. Auf der langen Zielgeraden tickte die Uhr unerbittlich herunter, am Ende fehlten ihm in 6:09:26 ganze 12 Sekunden zum Weltrekord von Nao Kazami, der erst 2018 am Lake Soroma 6:09:14 gelaufen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-21447 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-afterrace-walmsley-640x466.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"373\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-afterrace-walmsley-640x466.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-afterrace-walmsley-768x559.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/haka-one-chandler-100k-afterrace-walmsley.jpg 814w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Ein v\u00f6llig ersch\u00f6pfter Jim Walmsley im Ziel mit der zweitbeste Zeit in der Geschichte des 100 km-Laufs. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Damit schaffte der Sieger mit der zweitbesten Laufzeit in der Geschichte des 100 km-Lauf eine Weltklasse-Leistung, die auch durch die organisatorischen Pannen nicht zu einem Weltrekord gereicht hatte. Den Landesrekord von 6:27:43 durch Max King aus dem Jahr 2014 &#8220;pulverisierte&#8221; er im Sinne des Wortes. Und \u00fcber welches Potential Walmsley verf\u00fcgt, zeigte sich bei den US-Marathon-Olympia-Trials im Februar 2020 in Atlanta, wo er seinen ersten ernsthaften Marathon gleich in 2:15:05 lief. Wie hoch seine Leistung einzusch\u00e4tzen ist, zeigt schon der Rennverlauf im Verfolgerfeld, das reihenweise massiv einbrach, aber trotz allen noch respektable Leistungen erzielte.<strong> Rajpaul Pannu<\/strong> (USA), ein L\u00e4ufer mit indischen Wurzeln aus Denver, wurde in 6:28:31 Zweiter vor <strong>Kris Brown<\/strong> (USA) aus Seattle in 6:39:14.<\/p>\n<p>Durch den fr\u00fchen Ausfall der Ausnahme-L\u00e4uferin auf den langen Ultradistanzen, <strong>Camille Herron<\/strong> (USA), wegen H\u00fcftbeschwerden konnten die Resultate der Frauen nicht mit der Glanzleistung des Siegers mithalten. Hier war der Fabel-Weltrekord von 6:33:11 durch die Japanerin Tomoe Abe zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. In einem wechselvollen Rennen arbeitete sich die Franz\u00f6sin Audrey Tanguy durch das gesamte Feld durch und gewann am Ende in 7:40:36. Platz 2 ging in diesem Rennen, das auch zur Promotion des neuenn Rennschuhs des Sponsors Hoka dienen sollte, an die Britin <strong>Nicole Monette<\/strong> (GBR) in 7:43:18.<\/p>\n<div class=\"embed embed-editorial-links embed-left\" data-align=\"left\">\n<div class=\"embed-inner editorial-links-inner\"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"breaker-ad article-breaker-ad standard-article-breaker-ad\">\n<div id=\"article-ad-breaker-leaderboard-1\" class=\"ad-container\">\n<div id=\"gpt_lb_1\" class=\"gpt-adslot noskim\" data-google-query-id=\"CKLbn4zhsu4CFQd-4AodqmgIAQ\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse 100 km der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Jim Walmsley<\/td>\n<td>Flagstaff, AZ<\/td>\n<td>6:09:26 NR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Rajpaul Pannu<\/td>\n<td>Denver, CO<\/td>\n<td>6:28:31<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Kris Brown<\/td>\n<td>Seattle, WA<\/td>\n<td>6:39:14<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Johan Lantz<\/td>\n<td>Ockelbo, SWE<\/td>\n<td>6:46:32<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Elov Olsson<\/td>\n<td>G\u00e4vle, SWE<\/td>\n<td>6:48:46<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Craig Hunt<\/td>\n<td>Flagstaff, AZ<\/td>\n<td>6:55:42<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse 100 km der Frauen:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Audrey Tanguy<\/td>\n<td>Annecy, FRA<\/td>\n<td>7:40:36<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Nicole Monette<\/td>\n<td>Oxford, GBR<\/td>\n<td>7:43:18<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Courtney Olson<\/td>\n<td>Bellinham, WA<\/td>\n<td>7:55:11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Carla Molinaro<\/td>\n<td>London, GBR<\/td>\n<td>8:1:22<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem dramatischen Finale endete die 2. Ausgabe des Hoka Project Carbon X2 \u00fcber 100 km auf einem Rundkurs in Chandler (Arizona, USA) am heutigen Samstagmorgen. 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