{"id":20568,"date":"2020-10-04T04:36:48","date_gmt":"2020-10-04T04:36:48","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=20568"},"modified":"2020-10-04T19:30:51","modified_gmt":"2020-10-04T19:30:51","slug":"40-virgin-money-london-marathon-am-4-oktober-2020-kitata-gewinnt-das-jubilaeum-kipchoge-geschlagen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=20568","title":{"rendered":"40. Virgin money London Marathon am 4. Oktober 2020: Kitata gewinnt das Jubil\u00e4um &#8211; Kipchoge geschlagen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-20290 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/london-mar-2020-special-logo-640x336.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/london-mar-2020-special-logo-640x336.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/london-mar-2020-special-logo.jpg 680w\" sizes=\"(max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/p>\n<p>Mit einer Sensation endete soeben die <strong>40. Ausgabe des Virgin money London Marathon <\/strong>auf einem Rundkurs um den St. James Park im Zentrum der britischen Hauptstadt.<!--more--> Nicht der Superstar <strong>Eliud Kipchoge<\/strong> (KEN) konnte den erwarteten Sieg einfahren, sondern der \u00c4thiopier <strong>Shura Kitata<\/strong> (ETH) gewann das Rennen nach 2:05:42. F\u00fcr den deutschen Marathon-Rekordler <strong>Arne Gabius<\/strong> (GER) hat sich mit Platz 22 in 2:14:25 eine weitere Olympia-Teilnahme erledigt, w\u00e4hrend der \u00d6sterreicher <strong>Peter Herzog<\/strong> (AUT) bei einer Laufveranstaltung auf Platz 12 in 2:10:06 eine \u00fcberzeugende Leistung ablieferte.<\/p>\n<p>Schon vor dem Rennen gab es begr\u00fcndete Zweifel, ob es nach der Absage von Kenenisa Bekele sowie den ung\u00fcnstigen \u00e4u\u00dferen Bedingungen ein Hatz in Richtung Weltrekord geben w\u00fcrde. Um 11:15 Ortszeit machten sich 4 Tempomacher (diesmal nicht in &#8220;Str\u00e4flingskleidung&#8221;) vor der Spitzengruppe auf die 19,6 Runden um den St. James Park. Nach angemessenen 2:54 f\u00fcr den ersten Kilometer wurde das Tempo schnell moderater und bei 5 km in 14:48 und 10 km in 29:45 lagen 12 L\u00e4ufer schon deutlich au\u00dferhalb jeglicher Ambitionen eines Weltrekords. Nach 11 km gabe es einmal mit 2:52 wieder einen schnellen Kilometer, danach war aber die Tempohatz vorerst vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-20576 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/london-mar-2020-men-kipchoge-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"463\" height=\"267\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Spitzengruppe der M\u00e4nner nach 30 km. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Mit Kilometer-Splits um 3:02 wurden die 5 km nach 20 km in nur 15:06 zur\u00fcckgelegt, beim Halbmarathon zeigten die Uhren 1:02:54. 10 M\u00e4nner an der Spitze waren damit fast 2 Minuten langsamer als die im Vorfeld gehandelten 61 Minuten. Als Reaktion auf diese schwache Durchgangszeit zog die Fahrt nun deutlich an, mit km-Splits um 2:55 Minuten. Hinter der Spitzengruppe lief mit einem Abstand von fast einer Minute der Ex-Europarekordler <strong>Sondre Moen<\/strong> (NOR), die Gruppe mit Arne Gabius und Superstar Mo Farah als Tempomacher legte den Halbmarathon in 1:05:19 zur\u00fcck. Auch bei 25 km in 1:17:16 lag der Deutsche mit Kurs auf 2:10:25 noch auf Kurs zu einem Olympiaticket.<\/p>\n<p>Nach 30 km in 1:29:00 verflachte das Tempo ganz vorne wieder und nach 15:14 f\u00fcr den 5 km-Abschnitt nach 35 km in 1:44:14 waenr die Hoffnungen auf eine Topzeit von unter 2:04 Stunden dahin. Eine gro\u00dfe \u00dcberraschung bahnte sich nach 36 km an, als Kipchoge einige Zeit fast am Ende der Kopfgruppe lief, dann nach ca. 1:52 Stunden vor der 38 km-Marke nicht mehr folgen konnte und sich vorne <strong>Vincent Kipchumba<\/strong> (KEN) und die vier \u00c4thiopier Kitata, <strong>Sisay Lemma<\/strong>, <strong>Mosinet Geremew<\/strong> sowie <strong>Mule Wasihun<\/strong> absetzen konnten. Nach 40 km in 1:59:19 passierte das Quintett 40 km, Kipchoge hatte hier schon lange den Anschluss verloren und lief\u00a0 mit einem R\u00fcckstand von fast einer halben Minute hinterher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-20580 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/london-mar-2020-men-kitata1-640x406.jpg\" alt=\"\" width=\"523\" height=\"332\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/london-mar-2020-men-kitata1-640x406.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/london-mar-2020-men-kitata1-768x487.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/london-mar-2020-men-kitata1.jpg 989w\" sizes=\"(max-width: 523px) 100vw, 523px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Shura Kitata gewann \u00fcberraschend den London Marathon 2020. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>In der Schlussphase fiel zun\u00e4chst Mule Wasihun und &#8211; etwas \u00fcberrraschend &#8211; der Vorjahreszweite Mosinet Geremew zur\u00fcck, so dass Kitata, Kipchumba und Lemma um den Sieg spurteten, wobei Kitata ganz kurz vor dem Ziel sich noch an Kipchumba vorbeischieben konnte. Kitata &#8211; 2017 konnte er mit einer \u00e4hnlichen Zeit den Frankfurt Marathon gewinnen &#8211; siegte in 2:05:41, nachdem er 2018 in London und New York City schon jeweils Zweiter werden konnte. Kipchumba wurde knapp geschlagen Zweiter in 2:05:42 vor Lemma in 2:05:45. Einer der Topfavoriten, Mosinet Geremew, wurde in 2:06:04 Vierter und Eliud Kipchoge verlor als Sechster in 2:06:49 seit 2013 wieder einen Marathon.<\/p>\n<p>Im Interview beklagte sich Kipchoge, dass er im Schlusspart Probleme mit einem Ohr gehabt h\u00e4tte. Er will aber nach seinen ersten Statements auf jeden Fall seine Karriere noch nicht beenden. Ein klug eingeteiltes Rennen lief Peter Herzog, der sich mit 2:10:06 und damit neuem Landesrekord nochmals endg\u00fcltig f\u00fcr das \u00f6sterreichische Olympia-Team empfahl. Dies kann leider Arne Gabius nicht von sich behaupten, der bei 35 km in 1:48:59 mit Kurs auf 2:11:23 noch im Regime der Olympianorm von 2:11:30 lag.<\/p>\n<p>Doch dann erwischte es den deutschen Marathon-Rekordler gewaltig, nach 1:59:30 wurde er von der Spitzengruppe \u00fcberrundet und \u00fcber 2:06:35 bei 40 km erreichte er das Ziel auf The Mall erst nach 2:14:25. Das waren 7:50 Minuten f\u00fcr den Schlusspart; Sara Hall brauchte daf\u00fcr 7:20. Ob im kommenden Jahr Olympia und der Marathon dort stattfinden werden oder nicht, dar\u00fcber muss sich der Topathlet der LG Haspa Marathon Hamburg kaum noch Gedanken machen. Nicht ganz unerwartet d\u00fcrfte damit ein Startplatz im deutschen Team f\u00fcr einen Konkurrenten frei geworden. Ob im Fr\u00fchjahr der Halb-Profi noch eine realistische Chance der Qualifikation ist mehr als fraglich.<\/p>\n<p>Im Fazit bleibt festzustellen, dass sich die Erwartungen der Organisatoren an diese Veranstaltung nur bedingt erf\u00fcllt haben. Mit hohen Kosten und noch h\u00f6herem Aufwand wurde ein im Sinne des Wortes steriles Event aus dem Boden gestampft, vom dem man sportlich globale Rekorde erwartete; die \u00e4u\u00dferen Bedingungen und die unsichere Planbarkeit von H\u00f6chstleistungen waren aber nicht auf der Seite der London-Macher. Viel wichtiger als der (fehlende) sportliche Erfolg sollte aber die Erkenntnis sein, dass Laufveranstaltungen ohne L\u00e4ufer- und Zuschauermassen das eigentliche Herz fehlt. Und ohne dieses kann nicht nur das menschliche Individium kaum (\u00fcber)leben. Veranstalter, die wohl begr\u00fcndet sich deshalb zu einer Absage durchgerungen haben, d\u00fcrften das auch nach diesem Exempel kaum bereuen.<\/p>\n<p>Normalit\u00e4t wird erst dann wieder einkehren, wenn das Virus zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden konnte. Bis dahin d\u00fcrfte nur wenig &#8220;laufen&#8221;, so bitter diese Erkenntnis auch sein mag.<\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnis Marathon der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Shura Kitata<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:05:41<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Vincent Kipchumba<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:05:42<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Sisay Lemma<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:05:45<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Mosinet Geremew<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:06:04<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Mule Wasihun<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:06:08<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Tamirat Tola<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:06:41<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Benson Kipruto<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:06:42<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Eliud Kipchoge<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:06:49<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>12.<\/td>\n<td>Peter Herzog<\/td>\n<td>AUT<\/td>\n<td>2:10:06<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>22.<\/td>\n<td>Arne Gabius<\/td>\n<td>GER<\/td>\n<td>2:14:25<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Sensation endete soeben die 40. 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