{"id":19744,"date":"2020-03-08T04:30:07","date_gmt":"2020-03-08T04:30:07","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=19744"},"modified":"2020-03-09T08:46:56","modified_gmt":"2020-03-09T08:46:56","slug":"36-nagoya-womens-marathon-am-8-maerz-2020-mao-ichiyama-laeuft-sich-mit-ueberragender-leistung-ins-olympia-team","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=19744","title":{"rendered":"36. Nagoya Women\u00b4s Marathon am 8. M\u00e4rz 2020: Mao Ichiyama l\u00e4uft sich mit \u00fcberragender Leistung ins Olympia-Team"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19748 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-logo-640x564.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"240\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-logo-640x564.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-logo.jpg 672w\" sizes=\"(max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/>Mit einer gro\u00dfen \u00dcberraschung endete heute morgen die <strong>36. Ausgabe des Nagoya Women\u2019s Marathon<\/strong>, den die Japanerin <strong>Mao Ichiyama<\/strong> (JPN) in ausgezeichneten 2:20:29 gewann. <!--more-->Diese Leistung war nicht nur wegen der schlechten Bedingungen mit Dauerregen bei Temperaturen knapp unter 10\u00b0C bemerkenswert, sondern die erst 22-j\u00e4hrige Nachwuchsl\u00e4uferin konnte damit die im Vorfeld nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene Zeit von 2:21:47 unterbieten, die ihre Landsfrau Mizuki Matsuda im Januar beim Osaka International Women\u00b4s Marathon aufgestellt hatte. Diese Zeit war das Qualifikations-Kriterium f\u00fcr den dritten Startplatz im japanischen Olympia-Team 2020, das in einem mehr als aufwendig inszeniertem Qualifikations-Ritual &#8211; &#8220;Marathon Grand Championship (MGC)&#8221; &#8211; ermittelt wurde. Im nachhinein muss man dem japanischen Verbund f\u00fcr dieses Verfahren Anerkennung zollen, denn entgegen aller Erwartungen haben die MGC das Leistungsniveau ungemein angespornt. Dabei werden allerdings die neuen Entwicklungen im Schuhwerk gerade zur rechten Zeit gekommen sein.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, f\u00fcr die Qualifikationszeit von 2:21:47 waren in etwa 5 km-Splits von 16:48 notwendig und sogar unter dieser Vorgabe wurde das Rennen angelaufen. 19 L\u00e4uferinnen passierten die ersten 5 km in 16:41, 10 km in 33:20 und 15 km in 50:13. Nach 1:06:50 f\u00fcr 20 km erreichten noch 11 L\u00e4uferinnen zusammen mit 3 Tempomacherinnen die H\u00e4lfte nach 1:10:26, womit man bestens unterwegs war. Als bei 25 km in 1:23:30<strong> Charlotte Purdue<\/strong> (GBR) als erste Tempomacherin ausstieg, hatte sich die Spitzengruppe auf 7 L\u00e4uferinnen zusammen mit <strong>Sinead Diver<\/strong> (AUS) und <strong>Eunice Chumba<\/strong> (KEN) als Tempomacherinnen reduziert.<\/p>\n<p>Als Diver und Chumba bei 30 km in 1:40:31 ihre Dienste quittierten, hatte man mit 17:01 f\u00fcr die letzten 5 km etwas an Boden verloren, war aber immer noch auf Kurs zu einer Zeit von 2:21:22. An der Spitze lag nun das Quartett Ichiyama, <strong>Purity Rionoripo<\/strong> (KEN), <strong>Birke Debele<\/strong> (ETH) und <strong>Helen Tola<\/strong> (ETH), kurz dahinter folgten <strong>Hirut Damte<\/strong> (ETH), <strong>Sayaka Sato<\/strong> (JPN) und <strong>Yuka Ando<\/strong> (JPN). Zu diesem Zeitpunkt waren schon die Vorjahressiegerin und der aktuelle Commonwealth-Champion <strong>Helalia Johannes<\/strong> (NAM) bereits nach der H\u00e4lfte in 1:12:44 genauso aus dem Rennen gegangen wie die japanische Topl\u00e4uferin <strong>Kayoko Fukushi<\/strong> (JPN), die bereits vor zwei Monaten in Osaka ausgestiegen war und damit eine vierte Teilnahme an Olympischen Spielen verpassen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19747 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-leader-34km-640x442.jpg\" alt=\"\" width=\"521\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-leader-34km-640x442.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-leader-34km.jpg 706w\" sizes=\"(max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Nach 30 km erh\u00f6hte Mao Ichiyama das Tempo und sprengte die Spitzengruppe. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Die Verschleppung des Tempos nach 30 km nahm nun Ichiyama zu Anlass, die Fahrt enorm zu erh\u00f6hen. Lagen die km-splits ab 23 km bei 3:24, 3:23, 3:27, 3:29, 3:23 und 3:26, so sprangen die km-Zwischenzeiten nach 29 km auf 3:14, 3:14, 3:14, 3:10, 3:17 und 3:19. Nach 1:56:45 bei 35 km mit einem 5 km-Abschnitt von 16:14 lag die junge Japanerin 25 Sekunden vor Rionoripo und Tola und war damit auf Kurs zur Olympia-Teilnahme.Bei 40 km in 2:13:16 war ihr Vorsprung auf Rionoripo auf fast zwei Minuten angewachsen, kurz dahinter lagen Helen Tola und die nun stark aufkommende Yuka Ando.<\/p>\n<p>Mao Ichiyama erreichte das Ziel im Nagoya Dome in 2:20:29 mit einem Vorsprung von \u00fcber 2 Minuten auf ihre Landsfrau Yuka Ando, die in 2:22:41 nach ihrem Sieg in Nagoya im Jahr 2017 in 2:21:36 erstmals wieder eine Topzeit erreichte. Wie hoch die Zeit von Ichiyama einzusch\u00e4tzen ist, veranschaulicht schon die Tatsache, dass sie bei diesem &#8220;Plantinum Label Event&#8221; der World Athletics den Streckenrekord von 2:21:17 durch Eunica Kirwa aus dem Jahr 2017 deutlich verbesserte. Im Siegerinterview f\u00fchrte die strahlende Siegerin aus, dass sie sich spezifisch auf ein schnelles Finale vorbereitet hatte. Die Zeit von Ichiyama, die im letzten Jahr beim verregneten Tokyo Marathon ihre PB von 2:24:33 aufstellte, ist die schnellste Zeit einer japanischen L\u00e4uferin auf heimischem Boden. Bei der direkten Qualifikation im September auf dem Olympiakurs in Tokyo wurde sie in 2:32:30 Sechste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19745 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-winner-clock-640x346.jpg\" alt=\"\" width=\"573\" height=\"310\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-winner-clock-640x346.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-winner-clock-768x415.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/nagoya-wm-mar-2020-winner-clock.jpg 996w\" sizes=\"(max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Mao Ichiyama gewann den Nagoya Marathon und mit 2:20:29 einen Startplatz f\u00fcr Olympia. (c) Livestream\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich Ichiyama in Nagoya f\u00fcr Olympia qualifizierte, reichte die Zeit von Ando f\u00fcr das hochklassige japanische Team nicht aus. Und auch die als sicher geglaubte Qualifikation von Matsuda mit 2:21:47 endete in Nygoya in ihrer Rolle als Ersatzfrau. In 2:22:56 wurde Purity Rionoriop Dritte in einem Rennen, in dem statt der sonst \u00fcblichen 30.000 Frauen diesmal Virus bedingt nur 96 L\u00e4uferinnen im Ziel registriert wurden. Dazu geh\u00f6rte im \u00fcbrigen auch auf Platz 26 die deutsche L\u00e4uferin <strong>Anke Esser<\/strong> (GER), die sich Hoffnungen auf einen Start im deutschen Olympiateam machte.<\/p>\n<p>\u00dcber flotte 17:24 bei 5 km, 34:44 bei 10 km und 52:46 bei 15 km erreichte die Frau aus Ostbevern den Halbmarathon in 1:14:32 mit Kurs auf die Olympianorm von 2:29:30. Doch \u00e4hnlich wie beim Berlin Marathon vor zwei Jahren hatte sie im ersten Part \u00fcberzogen und brach anschlie\u00dfend deutlich ein. Mit letzten 5 km-Abschnitten von 19:07, 19:48 und sogar 21:17 erreichte sie das Ziel nach 2:39:19, das waren fast 10 Minuten \u00fcber der Norm.<\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Nagoya Women\u00b4s Marathon: <\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Mao Ichiyama<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:20:29<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Yuka Ando<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:22:41<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Purity Cherotich Rionoripo<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:22:56<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Hirut Tibebu Damte<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:23:17<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Sayaka Sato<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:23:27<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Helen Tola<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:23:52<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Birke Debele<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:25:08<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Ai Hosoda<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:26:34<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>9.<\/td>\n<td>Reia Iwade<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:28:39<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>10.<\/td>\n<td>Natsuki Omori<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:29:29<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>11.<\/td>\n<td>Erika Honda<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:29:51<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>12.<\/td>\n<td>Mao Uesugi<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>2:30:00<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer gro\u00dfen \u00dcberraschung endete heute morgen die 36. 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