{"id":19347,"date":"2020-01-19T08:32:24","date_gmt":"2020-01-19T08:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=19347"},"modified":"2020-01-22T12:21:14","modified_gmt":"2020-01-22T12:21:14","slug":"48-chevron-houston-marathon-am-19-januar-2020-jemal-yimer-und-hitomi-niija-gewinnen-den-halbmarathon","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=19347","title":{"rendered":"48. Chevron Houston Marathon am 19. Januar 2020:  Jemal Yimer und Hitomi Niiya gewinnen den Halbmarathon"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4015 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/houston-mar-logo.jpg\" alt=\"houston-mar-logo\" width=\"210\" height=\"243\" \/><strong>Jemal Yimer<\/strong> (ETH) sowie <strong>Hitomi Niiya<\/strong> (JPN) sorgten im Halbmarathon f\u00fcr die Highlights der <strong>48. Ausgabe des Chevron Houston Marathon<\/strong>, bei dem (genau) parallel der <strong>aramco Houston Half Marathon<\/strong> ausgetragen wurde.<!--more--> Yimer gewann das Rennen der M\u00e4nner in 59:25, womit er den Kursrekord von 59:22 durch Feyisa Lelisa nur knapp verpasste, w\u00e4hrend Niiya die gesamte afrikanische Konkurrenz d\u00fcpierte und bei ihrem Sieg in grandiosen 1:06:38 nicht nur ihre PB von 1:11:41 bei einem Halbmarathon vor fast zehn Jahren &#8220;pulverisierte&#8221;, sondern auch ihre Jagd auf den Landesrekord von 1:07:26 von Kayoko Fukushi \u00fcberaus erfolgreich abschloss. Ein weiterer H\u00f6hepunkt stellten insgesamt 9 L\u00e4ufer dar, die bei recht windigem Wetter mit Temperaturen um 8\u00b0C unter der Schallmauer im Halbmarathon von 1 Stunde blieben. \u00dcber diese Distanz, die erst seit dem Jahr 2002 ins Programm aufgenommen wurde, hatten zuvor nur 2 L\u00e4ufer (Feyisa Lelisa in 2012 und Ryan Hall in 2007) diese Marke unterbieten k\u00f6nnen. Nur in Valencia im Jahr 2018 und in Delhi im Jahr 2014 sind jemals 9 L\u00e4ufer in einem Rennen unter einer Stunde geblieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19350 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/houston-hm-2020-winners-562x640.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"533\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Hitomi Niiya und Jemal Yimer gewannen den Halbmarathon in Houston. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Im Rennen der M\u00e4nner \u00fcber die Halbmarathondistanz war man nach schnellen 2:46 von Anfang an auf Kurs zu einer Zeit im Regime um 59 Minuten und zum Streckenrekord. Nach 5 km lagen 15 L\u00e4ufer in 14:07 vorne, was sich bis 10 km in 28:07 auf 13 Athleten reduzierte. Als sich nach ca. 12 km der Verlauf der Strecke vom Marathon trennte, waren noch 10 Akteure in der Spitzengruppe, die 15 km in 42:14 zur\u00fccklegten. Bald darauf fiel etwas \u00fcberraschend einer der Favoriten im Vorfeld und Vorjahressieger <strong>Shura Kitata<\/strong> (ETH), dann auch der Sieger von 2018<strong> Jake Robertson<\/strong> (NZL) zur\u00fcck und ein Sextett passierte die 20 km-Marke in 56:30. Kitata hatte dort 15 Sekunden, Robertson schon 30 Sekunden R\u00fcckstand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19354 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/houston-mar-2020-hm-finish-yimer-640x407.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/houston-mar-2020-hm-finish-yimer-640x407.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/houston-mar-2020-hm-finish-yimer.jpg 762w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Jemal Yimer gewann den Halbmarathon in Houston. (c) ABC13\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>In der Schlussphase konnte sich dann der Mann mit der besten Vorleistung Jemal Yimer im Spurt durchsetzen und das Rennen nach 59:25 gewinnen. <strong>Bernard Ngeno<\/strong> (KEN) wurde in 59:26 Zweiter vor <strong>Shadrack Kiming<\/strong> (KEN) in 59:27. Und eine weitere Sekunde sp\u00e4ter folgte <strong>Philemon Kiplimo<\/strong> (KEN) auf Platz 4. Kitata wurde in 59:47 Achter und Jake Robertson verpasste in 1:00:12 auf Platz 10 als erster L\u00e4ufer die Stundenbarriere.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19355 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/houston-mar-2020-hm-niiya-pacers-55min.jpg\" alt=\"\" width=\"496\" height=\"416\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Niiya mit Tempomacher auf dem Weg zum Landesrekord. (c) ABC13\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Das Rennen der Frauen nahm bereits kurz nach der Startphase einen unerwarteten Verlauf, als sich die 31-j\u00e4hrige Japanerin Hitomi Niiya schnell von der gesamten Konkurrenz mit ihrem pers\u00f6nlichen Tempomacher absetzte und bei 5 km nach flotten 15:37 bereits 15 Sekunden vor einer achtk\u00f6pfigen Verfolgergruppe mit den ostafrikanischen Topl\u00e4uferinnen befand. Dieser Rennverlauf kam auch f\u00fcr die Organisatoren so unerwartet, dass in dem Gew\u00fchl nach dem gemeinsamen Start von Halbmarathon und Marathon das F\u00fchrungsfahrzeug zun\u00e4chst vor der Verfolgergruppe agierte.<\/p>\n<p>Bis 10 km wurde dieses Defizit aber korrigiert, am Rennverlauf hatte sich aber nichts ver\u00e4ndert. Bei 10 km in 31:11 hatte Niiya den Vorsprung auf die Verfolger auf 1:17 Minuten ausbauen k\u00f6nnen und lag damit mit einer Projektion von 66 Minuten mehr als deutlich unter der Marke des Landesrekords. Die Verfolgergruppe war mittlerweile auf 10 L\u00e4uferinnen angewachsen, in der sich auch die US-Amerikanerin <strong>Sarah Hall<\/strong> (USA) befand. Die 15 km legte Niiya in 47:03 zur\u00fcck, lag gute 1 \u00bd Minuten vor der Konkurrenz und erreichte nun den Streckenteil, in dem ihr ein strammer Gegenwind entgegenblies.<\/p>\n<p>Niiya zeigte aber kaum Schw\u00e4chen und gewann \u00fcber 20 km in 1:03:13 \u2013 mit 16:10 f\u00fcr die letzten 5 km &#8211; das Rennen hoch \u00fcberlegen in der neuen Landesrekordzeit von 1:06:38. Hinter ihr kamen mit unerwartet gro\u00dfem R\u00fcckstand <strong>Brillian Jepkorir<\/strong> (KEN) in 1:08:08 auf Platz 2 vor <strong>Caroline Kipkirui<\/strong> (KEN) in 1:08:13. Sarah Hall wurde in 1:08:53 Neunte, womit es auch bei den Frauen mit 9 L\u00e4uferinnen unter 69 Minuten eine beeindruckende Leistungsdichte gab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-19361 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/houston-mar-2020-winners-582x640.jpg\" alt=\"\" width=\"498\" height=\"548\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Sieger im Marathon: Kekile Gezahegn und Askale Merachi. (c) H. Winter\u00a0 <\/span><\/p>\n<p>Auch im Marathon waren die Ambitionen hoch, entsprechend flott wurden die Rennen bei M\u00e4nnern und Frauen angelaufen. Unterst\u00fctzt durch die beiden Tempomacher <strong>Milton Rotich<\/strong> (KEN) und <strong>Shadrack Kiplagat<\/strong> (KEN) erreichten 7 Athleten 5 km nach 14:43, 10 km nach 29:45, 15 km nach 44:47 und 20 km nach 59:48 (dort lagen die Matten falsch, keine off. Splits) die H\u00e4lfte nach 1:03:06. Man war somit auf Kurs zu einer Zeit um 2:06 Stunden und damit Kursrekord. Bis 25 km in 1:14:57 war noch alles bestens, sechs L\u00e4ufer agierten vorne und bald darauf setzten sich Bonsa Dida (ETH) mit einer PB von 2:09:04 und <strong>Kekile Gezahegn<\/strong> (ETH), der im April 2018 in Rotterdam 2:05:56 erreichte, mit dem letzten Tempomacher Rotich ab, wobei dieser nach 28 km seine Dienste einstellte.<\/p>\n<p>Mit 1:30:01 bei 30 km lag das Spitzenduo noch im Soll, nach brachen die Beiden aber dramatisch beim Kampf gegen den kalten Wind ein. 35 km wurden nach 1:45:33 erreicht und bei ca. 38 km war eine Attacke von Gezahegn erfolgreich, womit er bei 40 km in 2:02:03 (letzten 5 km in 16:30!) bereits 33 Sekunden vor Dida lag. Gezahegn gewann in 2:08:38, womit er allerdings die Jahres-Weltbestzeit von 2:08:06 beim Mumbai Marathon verfehlte. Dida wurde Zweiter in 2:10:37 und der Veteran <strong>\u00a0<\/strong> (ERI) landete in 2:11:04 auf Platz 3.<\/p>\n<p>Im Marathon der Frauen entwickelte sich ein \u00e4hnlicher Rennverlauf wie im Halbmarathon, als die Siegerin des letzten Los Angeles Marathon <strong>Askale Merachi<\/strong> (ETH) sich umgehend allein an die Spitze des Frauenfeldes setzte und bereits bei 5 km nach 16:27 eine halbe Minute vor 6 Verfolgerinnen lag. 10 km erreichte Merachi nach 32:55, 15 km nach 49:38 und bei der H\u00e4lfte 1:10:10 lag sie nicht nur gut zwei Minuten vor der Konkurrenz sondern auch auf Kurs zu einer sensationellen Endzeit von 2:20 Stunden. Bis 30 km in 1:40:46 sah das im weiteren alles bestens aus, doch dann musste auch sie dem hohen Tempo zuvor und dem kalten Wind Tribut zollen und wurde zusehens &#8211; wie im Rennen der M\u00e4nner &#8211; langsamer.<\/p>\n<p>\u00dcber 1:57:53 bei 35 km und 2:15:47 bei 40 km erreichte sie das Ziel nach 2:23:29 und verfehlte am Ende den Streckenrekord von 2:23:14 aus dem Jahr 2012 noch recht deutlich. Hinter hier kamen die Verfolgerinnen am Ende stark auf. Vorjahressiegerin <strong>Biruktayit Degefa<\/strong> (ETH) wurde in 2:24:47 Zweite und knapp dahinter lief <strong>Malindi Elmore<\/strong> (CAN) in 2:24:50 Landesrekord. Insgesamt nahmen mehr als 30.000 L\u00e4ufer in den Rennen \u00fcber 5 km, Halbmarathon und Marathon am Marathon-Wochenende in der texanischen Metropole teil.<\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Halbmarathon M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Jemal Yimer<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>59:25<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Bernard Ngeno<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>59:26<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Shadrack Kimining<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>59:27<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Philemon Kiplimo<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>59:28<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Abel Kipchumba<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>59:35<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Geoffrey Koech<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>59:36<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Marathon M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Kelkile Gezahegn<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:08:36<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Bonsa Dida<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:10:37<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Amanuel Mesel<\/td>\n<td>ERI<\/td>\n<td>2:11:04<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Benson Seurei<\/td>\n<td>BRN<\/td>\n<td>2:11:51<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Stephen Scullion<\/td>\n<td>IRL<\/td>\n<td>2:11:52<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Belay Bezabeh<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:13:32<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Halbmarathon Frauen:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Hitomi Niiya<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>1:06:38<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Brillian Jepkorir<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:08:08<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Caroline Kipkirui<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:08:13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Gotytom Gebreslas<strong>e<\/strong><\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>1:08:19<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Dorcas Tuitoek<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:08:24<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Ruti Aga<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>1:08:25<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Marathon Frauen:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Askale Merachi<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:23:29<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2..<\/td>\n<td>Biruktayit Degefa<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:24:47<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Malindi Elmore<\/td>\n<td>CAN<\/td>\n<td>2:24:50<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Meseret Belete<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:24:54<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Bekelech Gudeta<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:29:22<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Ursula Sanchez<\/td>\n<td>MEX<\/td>\n<td>2:29:32<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jemal Yimer (ETH) sowie Hitomi Niiya (JPN) sorgten im Halbmarathon f\u00fcr die Highlights der 48. 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