{"id":18924,"date":"2019-12-03T02:22:01","date_gmt":"2019-12-03T02:22:01","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=18924"},"modified":"2019-12-04T10:10:53","modified_gmt":"2019-12-04T10:10:53","slug":"18-standard-chartered-singapore-marathon-am-1-dezember-2019-priscah-cherono-trotzt-der-schwuele-und-laeuft-streckenrekord","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=18924","title":{"rendered":"18. Standard Chartered Singapore Marathon am 1. Dezember 2019: Priscah Cherono trotzt der Schw\u00fcle und l\u00e4uft Streckenrekord"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-18875 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/singapore-mar-2019-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"421\" height=\"119\" \/><\/p>\n<p>Mit Erfolgen der Vorjahressieger<strong> Priscah Cherono<\/strong> (KEN) sowie <strong>Joshua Kipkorir<\/strong> (KEN) endete am Sonntag die <strong>18. Ausgabe des Standard Chartered Singapore Marathon<\/strong>. <!--more-->Cherono konnte dabei den Streckenrekord auf angesichts der \u00e4u\u00dferen Bedingungen ausgezeichnete 2:28:54 steigern, w\u00e4hrend sich Kipkorir nach 2:19:14 ins Ziel rettete. Dabei konnte auch der Start in den fr\u00fchen Abendstunden (18:00 Uhr) nicht verhindern, dass bei Temperaturen um 30\u00b0C und hoher Luftfeuchtigkeit mit einem Taupunkt von 25\u00b0C die Voraussetzungen f\u00fcr den Ausdauersport mehr als herausfordernd waren. Es ist mehr als unsinnig, bei solch extremen Schw\u00fcle einen Marathon zu organisieren, f\u00fcr die Elite, aber vor allem auch die Breitensportler. Als potentieller Kandidat f\u00fcr die &#8220;World Marathon Majors&#8221; gehandelt, ist der Event in Singapore die denkbar ungeeignetste Wahl.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die M\u00e4nner angesichts der \u00e4u\u00dferen Bedingungen massiv einbrachen, machten es die Frauen weit besser und schafften sogar einen neuen Kursrekord mit der ersten Zeit in Singapore von unter 2:30 Stunden. Das Rennen der Frauen bestimmten auf den ersten 30 km Priscah Cherono, die ihre PB von 2:27:41 in Venedig aufstellte, und <strong>Stella Barsosio<\/strong> (KEN). \u00dcber 16:44 bei 5 km, 33:48 bei 10 km erreichte das Duo die 15 km nach 50:46. Wie flott die beiden L\u00e4uferinnen unterwegs waren, zeigte sich nach 1:07:52 f\u00fcr 20 km bei der Halbmarathonmarke in 1:11:39, womit sie auf Kurs zu einer Zeit waren, die fast 10 Minuten unter dem Kursrekord von 2:31:55 durch Salina Kosgei aus dem Jahr 2006 lag.<\/p>\n<p>Nach 30 km in 1:43:24 setzte sich Cherono von Barsosio ab und vergr\u00f6\u00dferte ihre F\u00fchrung zusehends, obwohl die F\u00fchrende gleichfalls ob der \u00e4u\u00dferen Bedingungen sch\u00e4cher wurde. 35 km erreichte Cherono nach 2:01:43 mit einem Vorsprung von 15 Sekunden auf ihre Landsfrau. Mit 2:20:38 bei 40 km lief sie nach 5 km-Splits zu Beginn um 17 Minuten die letzten 5 km nur noch in 18:54. F\u00fcr einen deutlichen Sieg reichte aber dieses Tempo immer noch, mit 2:28:52 schaffte sie einen beachtlichen Streckenrekord, der allerdings &#8211; aus verst\u00e4ndlichen Gr\u00fcnden &#8211; international bestenfalls zweitklassig ist. Barsosio wurde Zweite in 2:30:18 vor <strong>Alemnesh Guta<\/strong> (ETH) in 2:37:05. Die \u00e4thiopische Topl\u00e4uferin <strong> Mamitu Daska<\/strong> (ETH) wurde in 2:37:17 Vierte, 2011 war sie als Siegerin in Frankfurt \u00fcber 15 Minuten schneller gelaufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18932 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/singapore-mar-2019-finish-kipkorir1-587x640.jpg\" alt=\"\" width=\"469\" height=\"512\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/singapore-mar-2019-finish-kipkorir1-587x640.jpg 587w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/singapore-mar-2019-finish-kipkorir1.jpg 602w\" sizes=\"(max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Joshua Kipkorir gewann den Singapore Marathon 2019. (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>Das Rennen der M\u00e4nner nahm einen koriosen Verlauf, diente aber auch als ein weiteres Beispiel, wie unsinnig es ist, einen Marathonlauf unter solch extremen Bedingungen zu absolvieren. Mit &#8220;Sport&#8221; haben die Abl\u00e4ufe, die man zu Ende in Singapore beobachten konnte, nur noch wenig zu tun. Trotz der schwierigen Verh\u00e4ltnisse legte der Titelverteidiger Kipkorir los, als wolle er den Lauf in der Sauna des Inselstaates in neue Dimensionen katapultieren. Den Kursrekord hatte bereits im Jahr 2007 der Ex-Weltmeister Luke Kibet mit 2:11:25 aufgestellt. Dabei hatte der Sieger des Vorjahres erst Ende Oktober in Gyeongju, d.h. vor gut einem Monat, mit 2:09:50 seine PB einstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit flotten ersten 5 km in 14:47 und 10 km in 30:05 war Kipkorir bereits von Beginn an allein auf weiter Front und auf Kurs zu einer Zeit von 2:07 Stunden. \u00dcber 45:30 bei 15 km und 1:01:11 bei 20 km erreichte der wackre Kenianer die Halbdistanz nach 1:04:49, das deutete immer noch auf eine Topzeit hin. Mit 1:07:06 lagen hier die ersten Verfolger \u00fcber 2 Minuten zur\u00fcck. Dass aber auch Kipkorir die Gesetze der Thermodynamik in Sachen K\u00fchlung des K\u00f6rpers durch reduzierte Verdunstungsk\u00fchlung bei Schw\u00fcle nicht au\u00dfer Kraft setzen konnte, sollte sich schon bald zeigen.<\/p>\n<p>Nach 25 km in 1:17:06 rannte er keine 5 km mehr unter 16 Minuten, sondern brach sehr sichtbar ein. Schon nach 30 km in 1:33:30 lag er nur noch in den Regionen des Kursrekords, den er aber anschlie\u00dfend schnell aus den Augen verlor. In 17:19 lief er die 5 km von 30 km nach 35 km, bei 40 km in 2:10:12 hatte er die letzten 5 km sogar nur noch in 19:22 zur\u00fcckgelegt und war damit langsamer als die besten Frauen. Dies hatte auch Konsequenzen f\u00fcr seinen Vorsprung auf die Konkurrenten, die ihm nun n\u00e4herr\u00fcckten. Die letzten 2195 m qu\u00e4lte sich Kipkorir in Richtung Ziel und brauchte f\u00fcr dieses Segment fast 9 Minuten in einer Weise, die man eigentlich bei einer internationalen Veranstaltung nicht sehen will.<\/p>\n<p>In einem &#8220;survival of the fittest&#8221; passierte er v\u00f6llig dehydriert und am Ende aller Kr\u00e4fte die Ziellinie nach 2:19:11, einer international und auch f\u00fcr Singapore eine v\u00f6llig indiskutable Zeit. Einige 100 m sp\u00e4ter w\u00e4re er vermutlich noch vom Zweiten <strong>Munya Mutai<\/strong> (KEN) eingeholt worden, der in 2:19:48 Zweiter wurde und dabei ab 40 km 1:17 Minuten schneller war als der Sieger. <strong>Benson Seurei<\/strong> (BHR), der im Oktober bei &#8220;etwas besseren&#8221; Bedingungen beim WM-Marathon in Doha ausgestiegen war, wurde in 2:20:22 Dritter. Sch\u00f6n anzusehen waren die Zieleinl\u00e4ufe der v\u00f6llig ersch\u00f6pften M\u00e4nner kaum, eine Werbung f\u00fcr den Laufsport waren sie erst recht nicht. Das sollten auch jene Kr\u00e4fte bedenken, die die Aufnahme dieser Veranstaltung in die Serie der WMM mit Macht betreiben.<\/p>\n<table class=\"table table-striped u-table--v1 mb-0 aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" scope=\"row\"><strong>Ergebnisse Marathon der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">1.<\/td>\n<td>Joshua Kipkorir<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:19:14<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">2.<\/td>\n<td>Munyo Solomon Mutai<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:19:48<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">3.<\/td>\n<td>Benson Seurei<\/td>\n<td>BHR<\/td>\n<td>2:20:26<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">4.<\/td>\n<td>Philip Lagat<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:20:38<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">5.<\/td>\n<td>Barselius Kipyego<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:22:13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">6.<\/td>\n<td>Elijah Kiprono Kemboi<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:24:20<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">7.<\/td>\n<td>Josphat Kiptanui Too Chobei<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:24:25<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">8.<\/td>\n<td>David Kipkorir Rutoh<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:25:17<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">9.<\/td>\n<td>Alfred Kipkemboi Koech<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:29:20<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">10.<\/td>\n<td>Bosuben Benard Kipkemoi<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:29:33<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\"table table-striped u-table--v1 mb-0 aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" scope=\"row\"><strong>Ergebnisse Marathon der Frauen:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">1.<\/td>\n<td>Priscah Jepleting Cherono<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>02:28:54<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">2.<\/td>\n<td>Stellah Jepng&#8217;etich Barsosio<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>02:30:20<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">3.<\/td>\n<td>Alemnesh Guta<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>02:37:05<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">4.<\/td>\n<td>Mamitu Daska<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>02:37:19<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td scope=\"row\">5.<\/td>\n<td>HARUKA YAMAGUCHI<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>02:37:29<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Erfolgen der Vorjahressieger Priscah Cherono (KEN) sowie Joshua Kipkorir (KEN) endete am Sonntag die 18. Ausgabe des Standard Chartered Singapore Marathon.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"table_tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18924"}],"collection":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18924"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18924\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18936,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18924\/revisions\/18936"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18924"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftable_tags&post=18924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}