{"id":18385,"date":"2019-10-10T08:49:36","date_gmt":"2019-10-10T08:49:36","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=18385"},"modified":"2019-10-12T13:26:21","modified_gmt":"2019-10-12T13:26:21","slug":"42-bank-of-america-chicago-marathon-am-13-oktober-2019-brigid-kosgei-jagd-den-streckenrekord","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=18385","title":{"rendered":"42. Bank of America Chicago Marathon am 13. Oktober 2019: Brigid Kosgei jagt den Streckenrekord"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-11916 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/chicago-mar-2017-logo.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"168\"><\/p>\n<p>Seit 30 Jahren zeichnet <strong>Carey Pinkowski<\/strong> mit einer Mischung aus K\u00f6nnen und gesunder Arroganz f\u00fcr die Geschicke des&nbsp; <strong>Bank of America Chicago Marathon<\/strong> verantwortlich. Er hat damit guten Grund auf ein beeindruckende Bilanz zur\u00fcckzuschauen, die den Chicago in allen Belangen in die Weltliga des Marathonlaufs gebracht hat.<!--more--> Schon formal ist dieses an der Zugeh\u00f6rigkeit zur &#8220;Eliteliga&#8221; der World Marathon Majors ersichtlich, deren Seriensieger der abgelaufenen Periode in Chicago geehrt wurden. Da diesen gut dotierten Wettbewerb so gut wie niemand verfolgt, geschweige denn jemanden nteressiert, waren die Auszeichnungen ein Geschehen am Rande.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18387 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-pinkowski.jpg\" alt=\"\" width=\"417\" height=\"415\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-pinkowski.jpg 526w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-pinkowski-160x160.jpg 160w\" sizes=\"(max-width: 417px) 100vw, 417px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Race Director Carey Pinkowski (links) blickt zusammen mit Moderator Tim Hutchins auf 30 Jahre (Marathon-)Geschichte in Chicago zur\u00fcck. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Weit mehr in den Fokus gerieten jedoch Geschehnisse im Vorzeigeprojekt eines der Hauptsponsoren, die auch Athleten betrafen, die auf der Startliste der 42. Ausgabe am kommenden Sonntag stehen. Entsprechend angespannt ging es im Vorfeld der Pressekonferenz am heutigen Freitag zu, in der am Ende einen Menge Athleten vorgestellt und befragt wurden. Fragen aus dem Auditorium waren aber nicht zugelassen und wurden in das Privatissimum danach delegiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18386 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-kosgei-wmm-599x640.jpg\" alt=\"\" width=\"404\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-kosgei-wmm-599x640.jpg 599w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-kosgei-wmm-768x820.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-kosgei-wmm.jpg 962w\" sizes=\"(max-width: 404px) 100vw, 404px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Brigid Kosgei gewann die WMM-Wertung Nr. 12 und ist der Topfavorit f\u00fcr das Rennen am Sonntag. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Topstar f\u00fcr das Rennen am Sonntag ab 7:30 Uhr Ortszeit ist <strong>Brigid Kosgei<\/strong> (KEN), die vermeintlich aktuell beste Stra\u00dfenl\u00e4uferin auf globaler Szene und die konsequenter Weise auch die Wertung der letzten Serie der Abbott World Marathon Majors (WMM) gewann. Sp\u00e4testens nach ihrer grandiosen zweiten H\u00e4lfte beim London Marathon im April und ihrem Auftritt \u00fcber die halbe Distanz beim Great North Run Anfang September in 64:28 ist Kosgei eines erste Anw\u00e4rterin auf Rekordmarken. Und die zwei hier relevanten Rekorde werden beide von der Lauflegende Paula Radcliffe gehalten, die in Chicago derzeit auch vor Ort ist.<\/p>\n<p>Im Jahr 2002 lief Paula bei k\u00fchlen und windigen Verh\u00e4ltnissen, wie sie auch am Sonntag vorhergesagt werden, mit 2:17:18 einen Weltrekord. Diese Marke hat als Kursrekord in Chicago bis heute Bestand und ist das erkl\u00e4rte Ziel von Brigid Kosgei. Die letzten Vorstellungen der 25-j\u00e4hrigen Kenianerin waren allerdings so eindrucksvoll, dass man ihr auch einen realistischen Angriff auf den Weltrekord der Frauen zutraut, den gleichfalls mit 2:15:25 Paula Radcliffe seit 2003 h\u00e4lt und der sich zu einer unerreichbaren Grenze im Marathonlauf der Frauen entwickelte. Bereits im letzten Jahr konnte Kosgei in Chicago mit hochklassigen 2:18:35 \u00fcberzeugen, es bestehen wenig Zweifel, dass sie ihre PB deutlich zu steigern vermag.<\/p>\n<p>Ihre Konkurrenz ist sehr \u00fcberschaubar. Da ist zum einen die US-Nachwuchshoffnung <strong>Jordan Hasay<\/strong> (USA), die sich 2017 in Chicago auf 2:20:57 steigerte und nach l\u00e4ngerer Verletztungspause beim Boston Marathon 2019 Platz 3 in 2:25:20 erreichte. Wie weit sie in der Lage sein k\u00f6nnt, den US-Rekord von Deena Kastor von 2:19:37 angreifen zu k\u00f6nnen, lie\u00df die Athletin aus dem umstrittenen NIKE Oregon Projekt (NOP) offen. <strong>Betsy Saina<\/strong> (KEN) gewann 2018 den Paris Marathon in 2:22:56, in Frankfurt lief sie 2017 2:24:35. <strong>Madai Perez<\/strong> (MEX) lief ihren ersten Marathon vor 16 Jahren in Chicago und 2006 ihre PB von 2:22:59. 2017 \u00fcberraschte sie noch einmal in Chicago als Vierte in 2:24:44. Seit dieser Zeit hat sie keinen Marathon mehr beendet.<\/p>\n<p>Ihre PB von 2:25:15 beim London Marathon 2017 m\u00f6chte <strong>Lisa Weightmann<\/strong> (AUS) steigern, die sich im April im Halbmarathon auf 1:08:48 verbessern konnte. Von deutscher Seite ist der Start von <strong>Anke Esser<\/strong> (GER) anmerkenswert, die allerdings von ihrem Leistungspotential mit einer Bestzeit von 2:43:14 eher in den Bereich engagierter Freizeitsportler einzuordnen ist.<\/p>\n<p>Bei den M\u00e4nnern ist der Vorjahressieger Sir <strong>Mo Farah<\/strong> (GBR) auch in diesem Jahr am Start. Im letzten Jahr konnte er im Regenrennen nach verhaltenem Beginn im Schlusspart \u00fcberzeugen und den Lauf in Europarekordzeit von 2:05:11 gewinnen. Sein Auftritt beim London Marathon im April war mit Platz 5 in 2:05:39 gut, aber mit der Spitze konnte er nach der H\u00e4lfte nicht mehr mithalten. Daf\u00fcr konnte er Anfang September beim Great North Run mit seinem Sieg im Halbmarathon in PB von 59:07 \u00fcberzeugen (Kurs nicht Regel konform).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-14525 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/london-mar-2018-mo-farah-100m-vor-ziel-640x454.jpg\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"312\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/london-mar-2018-mo-farah-100m-vor-ziel-640x454.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/london-mar-2018-mo-farah-100m-vor-ziel-768x545.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/london-mar-2018-mo-farah-100m-vor-ziel-1200x851.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/london-mar-2018-mo-farah-100m-vor-ziel.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Mo Farah tritt auch dieses Jahr beim Chicago Marathon an. (c) H. Winter <\/span><\/p>\n<p>Im letzten Jahr lieferte sich Farah bis zum Schlussanstieg auf der Br\u00fccke der Roosevelt Ave ein Duell mit dem \u00e4thiopischen Nachwuchsstar Mosinet Geremew, der in London hinter Eliud Kipchoge \u00fcberzeugen konnte, in Chicago diesmal aber nicht auf den Startlisten steht (wurde letzte Woche in Doha Vize-Weltmeister). Mo hatte zuletzt in Flagstaff trainiert und f\u00fchlt sich gut ger\u00fcstet f\u00fcr den Kampf gegen starke Konkurrenz. Dabei haben in den letzten Tagen die beiden Athleten mit den besten Vorleistungen <strong>Getaneh Molla<\/strong> (ETH) und <strong>Herpasa Negasa<\/strong> (ETH) abgesagt, die beide beim Dubai Marathon im Januar 2019 am Start waren und mit grandiosen Leistungen gl\u00e4nzten.<\/p>\n<p><strong>Dickson Chumba<\/strong> (KEN) lief seinen schnellsten Marathon im Jahr 2014 mit 2:04:32 als Dritter in Chicago. In der Tempomacher-losen Epoche gewann er hier im Jahr 2015 in 2:09:25 und wurde ein Jahr sp\u00e4ter hinter Abel Kirui Zweiter. Im letzten Jahr stieg er aus und Anfang M\u00e4rz 2019 wurde er in Tokyo Dritter in 2:08:44. Mit <strong>Lawrence Cherono<\/strong> (KEN) kommt der Sieger des diesj\u00e4hrigen Boston Marathon erstmals nach Chicago, nachdem er zweimal in Honolulu und auch vor allem in Amsterdam als Sieger einlief. Im letzten Jahr gewann er den Amsterdam Marathon mit Streckenrekord von 2:04:06.<\/p>\n<p>Weitere Absagen betreffen <strong>Kenneth Kipkemoi<\/strong> (KEN), der bei seinem Deb\u00fct 2018 den Rotterdam Marathon&nbsp; in 2:05:44 gewann und im letzten Jahr in Chicago Vierter in 2:05:57 wurde, und <strong>Hassan El Abbassi<\/strong> (BRN), der im Dezember 2018 beim Valencia Marathon einen Leistungsprung mit Landesrekord auf 2:04:43 machte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18388 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-rupp-630x640.jpg\" alt=\"\" width=\"445\" height=\"452\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-rupp-630x640.jpg 630w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-rupp-768x781.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/chicago-mar-2019-pk-rupp.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Der US-Topl\u00e4ufer Galen Rupp ist auch in diesem Jahr beim Chicago Maratho und trainierte bisher im Rahmen des Oregon Projekts. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p><strong>Galen Rupp<\/strong> (USA) gewann in Chicago im vorletzten Jahr, im letzten Jahr wurde er in 2:06:21 F\u00fcnfter, nachdem er beim Prag Marathon im Mai seine PB auf 2:06:07 steigerte. Abgesagt nach langer Verletzungspause hat sein Landsmann <strong>Dathan Ritzenhein<\/strong> (USA). Dagegen hat <strong>Bedan Karoki<\/strong> (KEN) fast den Status eines Geheimfavoriten, der sich erst vor wenigen Wochen bei seinem Sieg beim Halbmarathon in Buenos Aires in 59:05 in gro\u00dfartiger Form pr\u00e4sentierte. Bedan wurde beim Tokyo Marathon 2019 Zweiter in PB von 2:06:48, hat aber sicher das Potential f\u00fcr wesentlich schnellere Zeiten.<\/p>\n<table class=\" aligncenter\" width=\"600\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\">&nbsp;<strong>Elitefeld der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Getaneh Molla &#8211; DNS<br \/>\nHerpasa Negasa &#8211; DNS<br \/>\nLawrence Cherono<br \/>\nDickson Chumba<br \/>\nHassan El Abbassi &#8211; DNS<br \/>\nMo Farah<br \/>\nKenneth Kipkemoi &#8211; DNS<br \/>\nGalen Rupp<br \/>\nBedan Karoki<br \/>\nDathan Ritzenhein &#8211; DNS<br \/>\nMinato Oishi<br \/>\nShoya Osaki<br \/>\nRyoma Takeuchi<br \/>\nYuta Takahashi<br \/>\nTsubasa Hayakawa<br \/>\nJoel Tobin-White<br \/>\nEmmanuel Roudolff-L\u00e9visse<\/td>\n<td valign=\"top\">ETH<br \/>\nETH<br \/>\nKEN<br \/>\nKEN<br \/>\nBRN<br \/>\nGBR<br \/>\nKEN<br \/>\nUSA<br \/>\nKEN<br \/>\nUSA<br \/>\nJPN<br \/>\nJPN<br \/>\nJPN<br \/>\nJPN<br \/>\nJPN<br \/>\nAUS<br \/>\nFRA<\/td>\n<td valign=\"top\">2:03:34<br \/>\n2:03:40<br \/>\n2:04:06<br \/>\n2:04:32<br \/>\n2:04:43<br \/>\n2:05:11<br \/>\n2:05:44<br \/>\n2:06:07<br \/>\n2:06:48<br \/>\n2:07:47<br \/>\n2:10:39<br \/>\n2:10:48<br \/>\n2:11:20<br \/>\n2:11:25<br \/>\n2:12:01<br \/>\nDeb\u00fct<br \/>\nDeb\u00fct<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table class=\" aligncenter\" width=\"600\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\"><strong>&nbsp;Elitefeld der Frauen:<br \/>\n<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Brigid Kosgei<br \/>\nJordan Hasay<br \/>\nBetsy Saina<br \/>\nMadai Perez<br \/>\nLisa Weightman<br \/>\nFionnuala McCormack<br \/>\nJovana de la Cruz<br \/>\nNatasha LaBeaud<br \/>\nChirine Njeim<br \/>\nAnke Esser<br \/>\nAlice Wright<\/td>\n<td valign=\"top\">KEN<br \/>\nUSA<br \/>\nKEN<br \/>\nMEX<br \/>\nAUS<br \/>\nIRL<br \/>\nPER<br \/>\nCAN<br \/>\nLBN<br \/>\nGER<br \/>\nGBR<\/td>\n<td valign=\"top\">2:18:20<br \/>\n2:20:57<br \/>\n2:22:56<br \/>\n2:22:59<br \/>\n2:25:15<br \/>\n2:30:38<br \/>\n2:31:33<br \/>\n2:35:33<br \/>\n2:39:21<br \/>\n2:43:14<br \/>\nDeb\u00fct<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 30 Jahren zeichnet Carey Pinkowski mit einer Mischung aus K\u00f6nnen und gesunder Arroganz f\u00fcr die Geschicke des&nbsp; Bank of America Chicago Marathon verantwortlich. 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