{"id":18076,"date":"2019-09-08T08:16:53","date_gmt":"2019-09-08T08:16:53","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=18076"},"modified":"2019-09-09T20:09:50","modified_gmt":"2019-09-09T20:09:50","slug":"39-simplyhealth-great-north-run-am-8-september-2019-mo-farah-gewinnt-zum-sechsten-mal-brigid-kosgei-rennt-fabelzeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=18076","title":{"rendered":"39. Simplyhealth Great North Run am 8. September 2019:  Mo Farah gewinnt zum sechsten Mal, Brigid Kosgei rennt Fabelzeit"},"content":{"rendered":"<div class=\"pw-hidden-cp\">\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11596 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/great-north-run-logo-2017.png\" alt=\"great-north-run-logo-2017\" width=\"381\" height=\"121\" \/><\/p>\n<p><b>Brigid Kosgei<\/b> (KEN) und<strong> (Sir) Mo Farah<\/strong> (GBR) sorgten bei der <strong>39. Ausgabe des\u00a0 Great North Run <\/strong>im englischen Newcastle mit 1:04:28 sowie 59:07 f\u00fcr gro\u00dfartige Zeiten \u00fcber die Halbmarathon-Distanz. <!--more-->Farah konnte damit den gr\u00f6\u00dften Lauf \u00fcber die Halbmarathon-Distanz auf globaler Skala zum sechsten Mal in Folge gewinnen, und Kosgeis Zeit h\u00e4tte den aktuellen Weltrekord der Frauen von 1:04:51 durch Joyciline Jepkosgei &#8220;pulverisiert&#8221;, wenn der Kurs an der englischen Ostk\u00fcste Regel konform ausgelegt w\u00e4re. (Bei dem Punkt-zu-Punkt-Kurs von Newcastle an die K\u00fcste nach South Shields liegen Start und Ziel weit mehr als 50% der Gesamtstrecke auseinander, ferner liegt das Gesamtgef\u00e4lle mit gut 30 m \u00fcber dem erlaubten Limit von 1 m pro km-Strecke.)<\/p>\n<p>In dem hochklassigen, aber \u00fcberschaubaren Elitefeldern war es Brigid Kosgei, die f\u00fcr die Schlagzeilen des Tages sorgte. Seit ihrem Sieg beim Chicago Marathon im Oktober 2018 ist Brigid \u00fcber alle Distanzen des Stra\u00dfenlaufs ungeschlagen und gl\u00e4nzte beim London Marathon mit einer einmaligen zweiten H\u00e4lfte zu einer Zeit von 2:18:20. Mit 1:05:28 (also exakt eine Minute langsamer als heute) erzielte sie bereits im M\u00e4rz in Bahrain die Welt-Jahresbestleistung f\u00fcr 2019 im Halbmarathon der Frauen. Somit hatte man schon mit einem schnellen Rennen gerechnet, dass die Ausnahmel\u00e4uferin aber ein derartiges Tempo vom Start weg anschlug, \u00fcberraschte dann doch.<\/p>\n<p>Schon nach der ersten Meile in 4:56 Minuten lag Kosgei weit vor der gesamten Konkurrenz. Nach 5 km in 15:39 waren die Schwestern <strong>Magdalyne und Linet Masai<\/strong> (KEN) zusammen mit der Lauflegende <strong>Mary Keitany<\/strong> (KEN) schon 11 Sekunden, d.h. ca. 60 m zur\u00fcck. Doch dies war erst der Beginn der Galavorstellung der Brigid Kosgei. Selbst die ansteigenden Streckensegmente mit den Meilen 4 und 5 legte sie noch ein glatten 5 Minuten zur\u00fcck, die abfallende 6. Mile sogar in 4:41, wobei 4:50 Minuten pro Meile einem 3 Minuten pro km-Tempo entspricht. So passierte sie die 10 km Marke schon nach 30:53 und lag damit auf Kurs zu einer Zeit von 1:05:10. Ihre drei Verfolgerinnen kamen erst nach 32:01 Minuten, lagen also schon \u00fcber eine Minute zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18079 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/great-north-run-2019-kosgei.jpg\" alt=\"\" width=\"463\" height=\"395\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Brigid Kosgei gewann den Great North Run mit Streckenrekord. (c) BBC\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Kosgei hatte keinen Schw\u00e4chemoment, zog vor allem auf den abfallenden Passagen das Tempo immer wieder an und passierte 10 Meilen nach 49:21, das war 8 Sekunden schneller als der offizielle Weltrekord \u00fcber diese Distanz. Unangefochten erreichte sie die lange Zielgerade in South Shields und passierte die Ziellinie nach unglaublichen 1:04:28, einer absoluten Fabelzeit, die leider &#8211; wie oben ausgef\u00fchrt &#8211; keinen Eintrag in die Rekordlisten finden kann. Der Streckenrekord beim Great North Run stand bei ebenfalls hochklassigen 65:39 und wurde von Mary Keitany gehalten, die diesmal weit hinter Kosgei herlief.<\/p>\n<p>Mary musste sogar den beiden Masai-Schwestern den Vortritt lassen. Magdalyne wurde in 1:07:35 Zweite und Linet kurz darauf in 1:07:43 Dritte. Magdalyne verpasste zwar ihre PB um 4 Sekunden, rutschte nun aber nach Platz4 im Jahr 2017 auf das Podium vor. Dahinter blieb f\u00fcr eine der besten Marathonl\u00e4uferinnen, Mary Keitany, in 1:07:57 nur Platz 4. Eine beachtliche Leistungssteigerung zeigte auf Platz 5 <strong>Charlotte Purdue<\/strong> (GBR), die in 1:08:10 zum ersten Mal in ihrer Karriere unter 70 Minuten blieb und nun zuversichtlich auf ihren Marathonstart bei der WM in Katar Ende dieses Monats schaut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18078 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/great-north-run-2019-tola-50min.jpg\" alt=\"\" width=\"431\" height=\"414\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Tamirat Tola konnte sich mehrfach von Farah an der Spitze absetzen, wurde immer wieder vom Superstar der Szene &#8220;eingefangen&#8221;. (c) BBC\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Auch bei den M\u00e4nnern startete man mit einer ersten Meile von 4:26 das Rennen sehr flott, bis hier lag noch ein Pulk von 15 L\u00e4ufern vorne, der aber schnell ausd\u00fcnnte. Mit weiteren Meilenabschnitten in 4:41 und 4:31 waren noch 8 Akteure nach 5 km in 14:08 an der Spitze, wobei alle Favoriten dabei waren: Neben Mo Farah waren das der 28-j\u00e4hrige <strong>Tamirat Tola<\/strong> (ETH) mit einer PB von 59:37, Farahs Trainingspartner <strong>Bashir Abdi<\/strong> (BEL), der im letzten Jahr Dritter beim Great North Run in 1:00:42 wurde, <strong>Abdi Nageeye<\/strong> (NED), der in der Gruppe von Eliud Kipchoge trainiert, sowie <strong>Callum Hawkins<\/strong> (GBR).<\/p>\n<p>Nach einer guten halben Stunde gab es dann eine Vorentscheidung, als Tola, Farah und Abdi das Tempo anzogen und bald darauf nur noch Tola und Farah allein an der Spitze lagen. Nach etwa 13 km gab es eine eine kurze Schrecksekunde f\u00fcr die Gastgeber, als ihr gro\u00dfer Star Sir Mo ca. 10 m zur\u00fcckfiel und Tola versuchte ihn weiter zur\u00fcckzulassen. Doch trotz einer flotten 8. Meile in 4:23 schaffte Mo relativ locker den Anschluss, wiederholte aber dieses Spiel nach 11 Meilen in 49:55 nochmals. Mo brauchte diesmal volle 3 Minuten, um Tola wieder einzuholen und startete nun seinerseits kurz vor der 12 Meilenmarke zu Beginn des Gef\u00e4lles auf die Zielgerade seine Attacke, mit der er Tola schnell und entscheidend zur\u00fccklie\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18077 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/great-north-run-2019-finish-mo-farah-640x499.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"398\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/great-north-run-2019-finish-mo-farah-640x499.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/great-north-run-2019-finish-mo-farah-768x599.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/great-north-run-2019-finish-mo-farah.jpg 977w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Mo Farah gewann den Great North Run zum sechsten Mal in Folge. (c) BBC\/Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Bei 20 km in 56:15 war schon klar, dass es eine sehr gute Zeit geben w\u00fcrde, aber Farah lief den Schlusspart ins Ziel so schnell (2:52), dass er nach 59:07 erreichte. Das war unter den benannten Einschr\u00e4nkungen eine PB f\u00fcr Englands Ausnahmel\u00e4ufer, der Streckenrekord von knapp unter 59 Minuten blieb aber bestehen. Kurz darauf kam Tola in gleichfalls beachtlichen 59:13 ins Ziel, Abdi Nageeye arbeitete sich im zweiten Teil nach vorne und wurde in 59:55 Dritter.<\/p>\n<p>Mo Farah konnte somit den Great North Run zum sechsten Mal in Folge gewinnen und zeigte sich bereits heute bestens ger\u00fcstet f\u00fcr seinen Auftritt gegen sehr starke Konkurrenz beim Chicago Marathon am 13. Oktober. Gleichfalls in Chicago wird die Siegerin bei den Frauen am Start sein, wobei das Elitefeld der Frauen aber mehr als \u00fcberschaubar ist. Das wird Brigid aber wenig st\u00f6ren, die wird im gemischten Starterfeld mit Unterst\u00fctzung von M\u00e4nnern sicherlich den Kursrekord in Chicago von 2:17:18 durch Paula Radcliffe aus dem Jahr 2002 jagen. Und nach den Leistungen am heutigen Tag kann man der 25-j\u00e4hrigen Kenianerin durchaus noch mehr zutrauen.<\/p>\n<\/div>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Halbmarathon der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Mo Farah<\/td>\n<td>GBR<\/td>\n<td>59:07<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Tamirat Tola<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>59:13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Abdi Nageeye<\/td>\n<td>NED<\/td>\n<td>59:55<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Callum Hawkins<\/td>\n<td>GBR<\/td>\n<td>1:00:39<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Ashir Abdi<\/td>\n<td>BEL<\/td>\n<td>1:01:11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Faniel Eyob<\/td>\n<td>ITA<\/td>\n<td>1:01:25<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Mateo Daniel<\/td>\n<td>ESP<\/td>\n<td>1:01:34<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Komatsu Takumi<\/td>\n<td>JPN<\/td>\n<td>1:01:35<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 600px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Brigid Kosgei<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:04:28 CR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Magdalyne Masai<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:07:35<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Linet Masai<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:07:43<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Mary Keitany<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:07:57<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Charlotte Purdue<\/td>\n<td>GBR<\/td>\n<td>1:08:10<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Sinead Diver<\/td>\n<td>AUS<\/td>\n<td>1:09:32<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Ellie Pashley<\/td>\n<td>AUS<\/td>\n<td>1:09:38<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Fotyen Tesfay<\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>1:10:26<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brigid Kosgei (KEN) und (Sir) Mo Farah (GBR) sorgten bei der 39. 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