{"id":1363,"date":"2015-06-22T21:13:29","date_gmt":"2015-06-22T21:13:29","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=1363"},"modified":"2015-07-02T14:37:33","modified_gmt":"2015-07-02T14:37:33","slug":"gold-coast-airport-marathon-am-5-juli-2015-der-marathon-juli-weltrekord-von-20914-ist-in-grosser-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=1363","title":{"rendered":"Gold Coast Airport Marathon am 5. Juli 2015: Der &#8220;Marathon Juli-Weltrekord&#8221; von 2:09:14 ist in gro\u00dfer Gefahr"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/gold-coast-2015-logo.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-1364 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/gold-coast-2015-logo.jpg\" alt=\"gold-coast-2015-logo\" width=\"519\" height=\"133\" \/><\/a><\/p>\n<article>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-sm-12\">\n<p>W\u00e4hrend bei den Tempojagden der globalen Marathonszene in den letzten Dekaden das Zeitregime f\u00fcr die Absolvierung der Marathondistanz durch einen Menschen auf unter 2:03 Stunden abgesenkt wurde, hatte sich davon die Entwicklung speziell im Monat Juli weitgehend abgekoppelt. Durch die zu erwartetende Hitze im Monat Juli auf der n\u00f6rdlichen Halbkugel finden die gro\u00dfen Marathonl\u00e4ufe im fr\u00fchen Fr\u00fchling und Herbst oder auch in den Wintermonaten statt. Dabei sind es vor allem die Veranstaltungen in den Arabischen Emiraten, China oder Japan, die ihre L\u00e4ufe im Winter organisieren und eine erstaunliche Flut an H\u00f6chstleistungen in den letzten Jahren produzieren konnten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/2014-05-RunForAfrika-tj-171.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-1808\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/2014-05-RunForAfrika-tj-171-640x462.jpg\" alt=\"2014-05-RunForAfrika-tj-(171)\" width=\"564\" height=\"407\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Die schnellsten Marathonl\u00e4ufer im Monat Juli 30 Jahre nach ihrem Lauf im Gr\u00fcnauer Forst: Michael Heilmann (links) und J\u00f6rg Peter (Mitte).\u00a0 (c) M. K\u00f6hler<\/span><\/p>\n<p>Der Monat Juli macht diesbez\u00fcglich eine Ausnahme. Die Siegerzeit beim legend\u00e4ren Marathon im Gr\u00fcnauer Forst am 21. Juli 1984 des Dresdners J\u00f6rg Peter von 2:09:14, ist nach wie vor die schnellste jemals im Monat Juli erziele Zeit \u00fcber die volle Marathondistanz. Diesbez\u00fcglich ist einzuschr\u00e4nken, dass es im letzten Jahr mit dieser Bestmarke denkbar eng wurde. Nur weil der Kenianer Silas Limo beim Marathon an der australischen Gold Coast w\u00e4hrend des Starts in der zweiten Reihe stand, eine Sekunde auf den Startschuiss verlor und der Wind nach der Wende bei 36 km kr\u00e4ftig bremste, muss sich Gr\u00fcnau diesen Weltrekord mit der australischen Veranstaltung teilen. So knapp wie m\u00f6glich, blieb der Rekord den Berlinern erhalten. Aber man muss ihn sich jetzt mit dem Kurs an der australischen Ostk\u00fcste teilen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/ogori-2014-yuki-after-10km.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"  wp-image-1410 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/ogori-2014-yuki-after-10km-443x640.jpg\" alt=\"ogori-2014-yuki-after-10km\" width=\"372\" height=\"537\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/ogori-2014-yuki-after-10km-443x640.jpg 443w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/ogori-2014-yuki-after-10km-831x1200.jpg 831w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/ogori-2014-yuki-after-10km.jpg 1880w\" sizes=\"(max-width: 372px) 100vw, 372px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 12pt;\">Yuki ist einer von 10 Startern beim diesj\u00e4hrigen Gold Coast Marathon, die einen Marathon im Bereich des &#8220;Juli-Weltrekords&#8221; abgeschlossen haben.\u00a0 (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>In diesem Jahr, genauer am 5. Juli 2015, d\u00fcrfte es noch wesentlich wahrscheinlicher sein, dass ein L\u00e4ufer den &#8220;All-comers&#8221; Rekord auf australischem Boden von 2:09:14 unterbieten wird. Vermutlich sogar sehr deutlich. Nur extrem ung\u00fcnstige Wetterbedingungen beim Gold Coast Airport Marathon an der K\u00fcste Queenslands in Australien k\u00f6nnte dies gegebenenfalls verhindern. Das Feld der Eliteathleten ist diesbez\u00fcglich einfach zu gut. Und w\u00e4hrend bei uns in den n\u00f6rdliche Gefilden der Sommer Einzug h\u00e4lt und hochklassige Marathonl\u00e4ufe kaum stattfinden (ein Grund f\u00fcr den moderaten &#8220;Juli-Weltrekord&#8221;), hat in Australien der Winter Einzug gehalten, mit sehr f\u00f6rderlichen klimatischen Bedingungen f\u00fcr den Laufsport.<\/p>\n<p>Der Topstar mit der schnellsten Vorleistung ist der \u00c4thiopier <strong>Berhanu Shiferaw<\/strong>, der 2013 in Dubai <strong>2:04:48<\/strong> rannte. In diesem Jahr hat er bereits im M\u00e4rz den Seoul Marathon bestritten, wo er allerdings nur 2:10:11 erreichte. Als sp\u00e4te Nachmeldung wurde soeben der US-Amerikaner <strong>Ryan Hall<\/strong> gemeldet, der mit seinen<strong> 2:04:58<\/strong> vom Boston Marathon in einer \u00e4hnlichen Liga agiert. Auch Hall hat in den letzten Jahren nicht mehr an seine Topzeiten ankn\u00fcpfen k\u00f6nnen. Nach letzten Meldungen wird er nicht den vollen Marathon mitlaufen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/goldcoast-2014-group-men.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1674\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/goldcoast-2014-group-men-640x426.jpg\" alt=\"goldcoast-2014-group-men\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/goldcoast-2014-group-men-640x426.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/goldcoast-2014-group-men.jpg 848w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Spitzengruppe beim Gold Coast Marathon 2014 nach etwa der halben Distanz. Im gr\u00fcnen Trikot das japanische Lauf-Unikum Yuki Kawauchi.\u00a0 (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"col-sm-12\">Unter den 27000 Teilnehmer in diversen Wettbewerben wird auch der Japaner Yuki Kawauchi, der den Lauf vor zwei Jahren gewann und immer noch mit seiner Bestzeit von 2:08:14 auf eine Zeit von unter 2:08 wartet. Yuki hatte sich aber zu Silvester in Barcelona verletzt und seine Beschwerden nicht ausreichend auskuriert. Nach Lage der Dinge d\u00fcrfte er kaum in der Lage sein, unter 2:10 Stunden zu rennen. Das d\u00fcrfte wohl eher von anderen Herren im Elitefeld zu erwarten sein.Zu diesen z\u00e4hlt vor allem Albert Matebor (KEN, PB 2:05:25), Kenneth Mungara (KEN, 2:07:36) und Eans Ruto (KEN, 2:07:49). Auf vordere Platzierungen haben Ryo Yamamoto (JPN, PB2:08:44), Samuel Woldeamanuel (ETH, PB 2:08:45) und auch Dereje Tadesse Raya (ETH, 2:08:46) gute Aussichten. Und beachten muss man nat\u00fcrlich den &#8220;Titelverteidiger&#8221; Silas Limo (KEN, 2:09:14).<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<article><\/article>\n<article>Man muss den Organisatoren schon sehr gute Arbeit bei der Zusammenstellung der Elitefelde bescheinigen. In der &#8220;Saure-Gurken-Zeit&#8221; f\u00fcr die internationale Marathonszene gibt es somit im Juli ein Topevent hoher G\u00fcte. Dazu der Racedirector vor Ort Cameron Hart: \u201cThe confirmation of these elite runners is a significant development for this year\u2019s Gold Coast Airport Marathon and consolidates the event\u2019s status as Australia\u2019s leading marathon. Having these quality runners already locked in for the Gold Coast Airport Marathon is a strong indicator of the quality of this event and the pulling power it has on international elite athletes.&#8221;Bei den Frauen haben vier Elitel\u00e4uferinnen Zeiten unter 2:30 Stunden, so dass der Kursrekord durch Yukiko Akaba (JPN) von 2:27:17 ein realistisches Ziel ist. Auch den australischen All-Comers-Rekord von 2:23:14 durch Naoki Takahashi, erzielt bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, erscheint m\u00f6glich. Den Frauen &#8220;Juli-Weltrekord&#8221; erzielte Fatuma Roba (ETH) am 28. Juli 1996 bei den Olmypischen Spielen in Atlanta mit 2:26:05.<\/p>\n<p><strong>Elite der M\u00e4nner (Bestzeiten):<br \/>\n<\/strong><br \/>\nBerhanu Shiferaw Tolcha (ETH) 2:04:48<br \/>\nRyan Hall (USA) 2:04:58 &#8211; Ist vor Ort, wird aber nicht starten.<br \/>\nAlbert Matebor (KEN) 2:05:25<br \/>\nKenneth Mungara (KEN) 2:07:36<br \/>\nEvans Ruto (KEN) 2:07:49<br \/>\nYuki Kawauchi (JPN) 2:08:14<br \/>\nRyo Yamamoto (JPN) 2:08:44<br \/>\nSamuel Woldeamanuel (ETH) 2:08:45<br \/>\nDereje Tadesse Raya (ETH) 2:08:46<br \/>\nSilas Limo (KEN) 2:09:14<br \/>\nDominic Kimwetich (KEN) 2:09:36<br \/>\nTewelde Estifanos Hidru (ERI) 2:10:18<br \/>\nWirimai Juwawo (ZIM) 2:12:38<\/p>\n<p><strong>Elite der Frauen (Bestzeiten):<br \/>\n<\/strong><br \/>\nOlena Shurhno (UKR) 2:23:32<br \/>\nBiruktayit Eshetu Degafa (ETH) 2:23:51<br \/>\nRisa Takenaka (JPN) 2:28:09<br \/>\nKeiko Nogami (JPN) 2:28:19<br \/>\nTsehay Desalegn Adhana (ETH) 2:31:25<br \/>\nManami Kamitanida (JPN) 2:31:34<br \/>\nIsabella Ochichi (KEN) 2:31:38<strong><\/p>\n<p>Die Monats-Weltrekorde im Marathon der M\u00e4nner (Stand: 1. Juli 2015):<\/strong><\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 750px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Januar<\/td>\n<td>Ayele Abshero<\/td>\n<td><\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:04:23<\/td>\n<td>27.1.2012 Dubai<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Februar<\/td>\n<td>Dickson Chumba<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:05:42<\/td>\n<td>23.2.2014\u00a0Tokyo<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>M\u00e4rz<\/td>\n<td>Wilson Loyanae<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:05:37<\/td>\n<td>18.3.2012 Seoul<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>April<\/td>\n<td>Duncan Kibet<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:04:27<\/td>\n<td>5.4.2009 Rotterdam<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mai<\/td>\n<td>Eliud Kiptanui<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:05:39<\/td>\n<td>9.5.2010 Prag<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Juni<\/td>\n<td>Patrick Tambwe<\/td>\n<td><\/td>\n<td>CG<\/td>\n<td>2:08:55<\/td>\n<td>20.6.2004 Mont St. Michel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Juli<\/td>\n<td>J\u00f6rg Peter<br \/>\nSilah Limo<\/td>\n<td><\/td>\n<td>GER<br \/>\nKEN<\/td>\n<td>2:09:14<br \/>\n2:09:14<\/td>\n<td>21.7.1984 Berlin-Gr\u00fcnau<br \/>\n6.7.2014 Gold Coast<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>August<\/td>\n<td>Samuel Wanjiru<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:06:32<\/td>\n<td>24.8.2008\u00a0Beijing<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>September <\/strong><\/td>\n<td><strong>Dennis Kimetto<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><strong>KEN<\/strong><\/td>\n<td><strong>2:02:57<\/strong><\/td>\n<td><strong>28.9.2014 Berlin (WR)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oktober<\/td>\n<td>Wilson Kipsang<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:03:42<\/td>\n<td>30.10.2011 Frankfurt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>November<\/td>\n<td>Geoffrey Mutai<\/td>\n<td><\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>2:05:06<\/td>\n<td>6.11.2011 New York City<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Dezember<\/td>\n<td>Tsegay Kebede<\/td>\n<td><\/td>\n<td>ETH<\/td>\n<td>2:05:18<\/td>\n<td>6.12.2009 Fukuoka<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend bei den Tempojagden der globalen Marathonszene in den letzten Dekaden das Zeitregime f\u00fcr die Absolvierung der Marathondistanz durch einen Menschen auf unter 2:03 Stunden abgesenkt wurde, hatte sich davon die Entwicklung speziell im Monat Juli weitgehend abgekoppelt. 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