{"id":13586,"date":"2018-04-11T08:24:14","date_gmt":"2018-04-11T08:24:14","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=13586"},"modified":"2018-04-12T10:21:30","modified_gmt":"2018-04-12T10:21:30","slug":"38-berliner-halbmarathon-am-8-april-2017-erick-kiptanui-laeuft-hochklassigen-streckenrekord","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=13586","title":{"rendered":"38. Berliner Halbmarathon am 8. April 2017: Erick Kiptanui l\u00e4uft hochklassigen Streckenrekord"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/logo-2016-berlin-hm.gif\" rel=\"attachment wp-att-4976\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4976 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/logo-2016-berlin-hm.gif\" alt=\"logo-2016-berlin-hm\" width=\"329\" height=\"161\" \/><\/a>Mit einer im Vorfeld nicht zu erwartendem Spitzenleistung von 58:42 gewann der Kenianer <strong>Erick Kiptanui<\/strong> die <strong>36. Ausgabe der Berlin Halbmaratho<\/strong>n und sorgte damit f\u00fcr das Highlight einer gelungenen Veranstaltung bei bestem Fr\u00fchlingswetter. <!--more-->Bei den Frauen war Melat Kejeta (ETH) in 1:09:04 vorne, was international aber im Vergleich zur Zeit des Siegers sicher nur zweitklassig einzustufen ist. Nachdem am Vortag in Prag gro\u00dfartige Elitefelder an den Start gegangen waren, hatte man sich auch in diesem Jahr in Berlin im Topl\u00e4ufer-Segment wieder mit den Verpflichtungen zur\u00fcckgehalten, so dass man bei den M\u00e4nnern bestenfalls Zeiten knapp unter einer Stunde erwarten konnte und bei den Frauen keine Anspr\u00fcche auf Topzeiten hegte.<\/p>\n<p>Als dann aber der Startschuss um 10:05 Uhr gefallen war, rieb man sich sp\u00e4testens nach dem ersten Kilometer verwundert die Augen, denn die Durchgangszeit der Spitze betrug 2:40 Minuten, was selbst f\u00fcr einen Angriff auf den Weltrekord als aberwitzig angesehen werden muss. Als sich dann aber <strong>Vincent Kipchumba<\/strong> wie eine Lokomotive vor Kiptanui spannte und die Beiden dem restlichen Feld schnell enteilten, kamen erste Vermutungen auf, dass der vom Coach Guru Renato Canova trainierte Kenianer etwas besonderes im Schilde f\u00fchrte. 2 km in 5:22 und 3 km vor dem Brandenburger Tor in 8:03 waren f\u00fcr einen Halbmarathon aberwitzige Splits, die zu einer Zeit\u00a0 von 56:37 f\u00fchren; der Weltrekord im Halbmarathon der M\u00e4nner steht seit 2010 bei 58:32 (Tadese, Lissabon).<\/p>\n<p>An der Siegess\u00e4ule bei 5 km in 13:31 lag der kenianische Express nach wie vor weit unter einem Weltrekord-Tempo und schon 12 Sekunden vor einer sichtlich d\u00fcpierten Konkurrenz. Als es nun Richtung Schloss Charlottenburg weiter Richtung Westen ging, lie\u00dfen die F\u00fchrenden kaum nach, bei 8 km in 21:52 waren sie sogar schneller als Emmanuel Kiprono bei seiner Jahres-Weltbestleistung von 27:26 \u00fcber 10 km am Ostersamstag in Paderborn. Und Kiprono war auch in Berlin dabei, er lief in Verfolgergruppe. Bei 10 km in 27:31 wurde die Marke Kipronos nur knapp verfehlt, und obwohl die zweiten 5 km in &#8220;nur noch&#8221; in 14 Minuten gelaufen wurden, lag die Projektion ins Ziel mit 58:03 immer noch 20 Sekunden unter dem Split f\u00fcr einen Weltrekord.<\/p>\n<p>Die weitgehend kenianische Konkorrenz lag nun noch weiter zur\u00fcck. Bei 10 km lief das Quartett<strong> Emmanuel Kiprono<\/strong>, <strong>Ambrose Bore<\/strong> sowie die ehemaligen Sieger <strong>Richard Mengich<\/strong> und <strong>Gilbert Masai<\/strong> in 27:50 durch, selbst dieser Split h\u00e4tte noch f\u00fcr eine 58:43 gereicht. Nach gut 12 km in 33:13 quittierte Kipchumba seine Schrittmacherdienste und Kiptanui war auf sich allein gestellt, dabei hatte er bei Temperaturen um g\u00fcnstige 15\u00b0C einen leichten Ostwind als Gegner. Bei 13 km lag er mit 33:13 erstmals knapp \u00fcber dem Weltrekord, der nun au\u00dfer Reichweite geriet. 15 km passierte er in 41:36, 20 km nach 55:43. Und mit einem flotten Finale in 2:59 von 20 km bis ins Ziel schaffte er in 59:42 die Einstellung der Welt-Jahresbestleistung, die Bedan Karoki im Februar in Ras Al Khaimah aufgestellt hatte.<strong> Den Streckenrekord von Patrick Makau 58:56 aus dem Jahr 2007 unterbot Kiptanui allerdings sehr deutlich.<\/strong> Zusammen mit Bedan Karoki ist er nun der viertschnellste L\u00e4ufer in der Geschichte des Halbmarathon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-13628 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/b-hm-2018-winner-kiptanui.jpg\" alt=\"b-hm-2018-winner-kiptanui\" width=\"484\" height=\"396\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Erick Kiptanui gewann mit Streckenrekord den Berliner Halbmarathon. (c) SCCevents<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Hinter Kiptanui gabe es ein gro\u00dfes (zeitliches) Loch, auf den Pl\u00e4tzen 2 und 3 folgten Emmanuel Kiprono (KEN) in 1:00:29 und Richard Mengich (KEN) in 1:00:36. Nimmt man die Siegerzeit bei den Frauen dazu, hatte der Sieger die Leistungsbilanz der Veranstaltung gerettet, die ansonsten doch sehr ern\u00fcchertend schwach ausgefallen w\u00e4re. Als Achter kam <strong>Homiyu Tesfaye<\/strong> (Frankfurt) ins Ziel, der den avisierten deutschen Rekord von 1:00:34 durch Carsten Eich auf der gleichen Strecke deutlich verpasste. Mit 1:02:13 hatte Tesfaye zu keiner Phase des Rennen eine realistische Chance, in die zeitlichen Dimensionen des Rekordes vorzudringen.<\/p>\n<p>Schnellste Frau war die in Deutschland lebende und f\u00fcr Gr\u00fcn-Wei\u00df Kassel startende \u00c4thiopierin <strong>Melat Kejeta<\/strong>, die in der international eher zweitklassigen Zeit von 1:09:04 gewann. Als Zweite lief <strong>Martina Str\u00e4hl<\/strong> (SUI) in 1:09:29 einen Landesrekord, Platz 3 ging an <strong>Anne-Mari Hyryl\u00e4ine<\/strong>n (FIN) in 1:11:04. Die 3.000-m-Hindernis-Europameisterin <strong>Gesa-Felicitas Krause<\/strong> (Silvesterlauf Trier) kam nach ihrem Ausstieg beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah im zweiten Versuch ins Ziel eines Halbmarathons mit 1:12:16, <strong>Katharina Heinig<\/strong> (Eintracht Frankfurt) stellte in 1:12:44 als Siebte eine pers\u00f6nliche Bestzeit auf. Insgesamt traten 36000 zu diesem Fr\u00fchjahrsklassiker in der deutschen Hauptstadt an.<\/p>\n<table class=\" aligncenter\" style=\"width: 650px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"4\"><strong>Ergebnisse Halbmarathon der M\u00e4nner:<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Kiptaniu, Erick<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>\u00a0\u00a0 58:42<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Kiprono, Emmanuel<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:00:29<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Mengich, Richard<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:00:36<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Masai, Gilbert<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:00:38<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Kigen, Noah<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:01:02<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>6.<\/td>\n<td>Bore, Ambrose<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:01:03<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>7.<\/td>\n<td>Kipkosgei, Frederick<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:02:13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>8.<\/td>\n<td>Tesfaye, Homiyu<\/td>\n<td>GER<\/td>\n<td>1:02:13<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>9.<\/td>\n<td>Tougane, Jaouad<\/td>\n<td>MAR<\/td>\n<td>1:02:19<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>10.<\/td>\n<td>Mibei, Dominic<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:02:24<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>11.<\/td>\n<td>Kurui, Evans<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:02:38<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>12.<\/td>\n<td>Chemweno, Bethwel<\/td>\n<td>KEN<\/td>\n<td>1:02:43<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>13.<\/td>\n<td>Pflieger, Philipp<\/td>\n<td>GER<\/td>\n<td>1:03:14<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>14.<\/td>\n<td>El Mazoury, Ahmed<\/td>\n<td>ITA<\/td>\n<td>1:03:26<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer im Vorfeld nicht zu erwartendem Spitzenleistung von 58:42 gewann der Kenianer Erick Kiptanui die 36. 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