{"id":11863,"date":"2017-09-30T19:36:49","date_gmt":"2017-09-30T19:36:49","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=11863"},"modified":"2017-10-03T20:21:43","modified_gmt":"2017-10-03T20:21:43","slug":"wie-der-bmw-berlin-marathon-nach-eichwalde-kam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=11863","title":{"rendered":"Wie der BMW Berlin Marathon am 22. September 2017 nach Eichwalde kam &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11020 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/berlin-marathon-2017-logo.gif\" alt=\"berlin-marathon-2017-logo\" width=\"294\" height=\"143\" \/>Zu einem Kuriosum der (Lauf-)Geschichte geh\u00f6rt sicherlich ein Ereignis, das am Freitagnachmittag (22. September 2017) zwei Tage vor dem <strong>BMW Berlin Marathon <\/strong>\u00fcber die B\u00fchne ging und in der <strong>Gemeinde Eichwalde<\/strong> s\u00fcd\u00f6stlich von Berlin f\u00fcr einiges Aufsehen sorgte. <!--more-->Ohne vorherige Ank\u00fcndigung tauchten dort pl\u00f6tzlich drei kenianischen L\u00e4ufer in der Waldstra\u00dfe an der Stadtgrenze zu Berlin auf, um dort auf einem mit genau vermessenen Zwischenmarken vorbereiteten Kurs in dichter Formation 1000 m-L\u00e4ufe in hohem Tempo zu absolvieren. Ziel und Zweck dieses &#8220;Trainings&#8221; war der Test f\u00fcr die Anfangsphase des Berlin Marathon, in der m\u00f6glichst schnell das angemessene Tempo gefunden werden sollte. Diesbez\u00fcglich war noch das Rennen aus dem Vorjahr in Erinnerung, bei dem die Tempomacher mit den Topl\u00e4ufern in viel zu schnellen 2:41 Minuten den ersten Kilometer absolvierten, was fast eine Viertelminute unter dem Tempo f\u00fcr einen Weltrekord lag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11872 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/london-mar-2016-kipchoge-finish-552x640.jpg\" alt=\"london-mar-2016-kipchoge-finish\" width=\"406\" height=\"471\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/london-mar-2016-kipchoge-finish-552x640.jpg 552w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/london-mar-2016-kipchoge-finish-768x891.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/london-mar-2016-kipchoge-finish-1034x1200.jpg 1034w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/london-mar-2016-kipchoge-finish.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 406px) 100vw, 406px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Eliud Kipchoge lief im &#8220;Retorten-Rennen&#8221; von Monza 2:00:25 und wollte sich nun beim Berlin Marathon in einem Regel konformen Rennen den Weltrekord holen. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Begonnen hatte die Geschichte bereits im Fr\u00fchjahr auf der Autorennbahn im italienischen Monza, wo der kenianische Ausnahmel\u00e4ufer <strong>Eliud Kipchoge<\/strong> (KEN) im Rahmen des &#8220;Breaking 2&#8221;-Projekts des NIKE-Konzerns nur knapp an der historischen Schallmauer im Marathon von 2 Stunden scheiterte. Die wegen diverser nicht Regel konformer Ma\u00dfnahmen in der Laufszene heftig diskutierte Leistung des Kenianers hinterlie\u00df bei Kipchoge die positive Einsch\u00e4tzung einer sehr gleichm\u00e4\u00dfigen von au\u00dfen vorgegebenen Tempogestaltung. Alle 200 m wurden in Monza die Splits ermittelt und damit das F\u00fchrungsfahrzeug auf Sollkurs eines 2-Stunden-Marathon gehalten.<\/p>\n<p>Somit war es nur konsequent, dass Kipchoge sich ein \u00e4hnliches Prozedere auch bei einem Stadtmarathon vorstellen konnte. Schon bald nach seinem Umstieg von der Bahn auf die Stra\u00dfe sah er eine Pr\u00e4ferenz f\u00fcr den Berlin Marathon, wenn es darum ging, sehr schnell zu laufen. Konkret bedeutete dies f\u00fcr dieses Jahr eine (deutliche) Steigerung des aktuellen Weltrekords von 2:02:57 durch Dennis Kimetto auf dem schnellen Berlin Kurs. Deshalb kontaktierte sein Management (Global Sports) den Berliner Race Director <strong>Mark Milde<\/strong> in dieser Angelegenheit, um zumindest in der Anfangsphase alle 200 m, sp\u00e4ter dann alle 500 m Informationen \u00fcber das aktuelle Tempo zu erhalten.<\/p>\n<p>Anfang September, einige Wochen vor dem eigentlichen Ereignis, wurde nach umfangreichen Vorbereitungen die Machbarkeit dieses Konzepts bei einem regul\u00e4ren Stra\u00dfenlauf im Rahmen des &#8220;Sport Scheck Halbmarathon&#8221; im Berliner Stadtteil Steglitz erfolgreich getestet und kam dann auch in leicht modifizierter Form beim Berlin Marathon am 24. September zum Einsatz.<\/p>\n<p>Auf die Tempomacher der Spitzengruppe &#8211; despektierlich auch als &#8220;Hasen&#8221; bezeichnet &#8211; kam vor allem auf den ersten Kilometern die hohe Verantwortung zu, mit Hilfe der auf einem LED-Display angezeigten Informationen die Weltklassel\u00e4ufer <strong>Eliud Kipchoge<\/strong>, <strong>Wilson Kipsang<\/strong> (beide KEN) sowie <strong>Kenenisa Bekele<\/strong> (ETH) m\u00f6glichst genau auf Weltrekordtempo zu bringen und dabei das Rennen nicht zu schnell anzulaufen. Deshalb schien es angeraten, die Tempomacher mit dem System und den Abl\u00e4ufen vor dem eigentlichen Ereignis in gesonderten Testl\u00e4ufen vertraut zu machen. Und damit kam nun die Waldstra\u00dfe in Eichwalde ins Spiel. Sicherlich w\u00e4re es g\u00fcnstiger gewesen, die Dinge am eigentlichen Schauplatz des Geschehens zu vertiefen, aber zum geplanten Zeitpunkt der Tests war an eine Nutzung der Strecke im Berliner Tiergarten vor und vor allem hinter dem Gro\u00dfen Stern nicht zu denken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11868 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-volle-team-640x423.jpg\" alt=\"b-mar-2017-eichwalde-volle-team\" width=\"584\" height=\"386\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-volle-team-640x423.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-volle-team-768x507.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-volle-team-1200x793.jpg 1200w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-volle-team.jpg 1400w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Hauptakteure bei Testlauf in Eichwalde: In der Mitte die Tempomacher der ersten Gruppe, jeweils au\u00dfen Mitglieder des Fahrdienstes vom Berlin Marathon, ferner Sean Hartnett (2.v.l.), Gerard van de Veen (3.v.r.) und Helmut Winter (2.v.r.). (c) B. Winter<\/span><\/p>\n<p>Kurz nach 14 Uhr machten sich zwei Fahrzeuge des Fahrdienstes vom Berlin Marathon auf den Weg vom Athleten-Hotel ins 25 km entfernte Eichwalde, wobei neben den drei Tempomachern f\u00fcr die erste Gruppe (mit Eliud Kipchoge) und dem Organisator der Aktion in dessen Heimatort, Helmut Winter, u.a. der bekannte Athletenmanager von Volare Sports, Gerard van de Veen, und der &#8220;Marathon-Professor&#8221; aus den USA, Sean Hartnett, mit von der Partie waren. Als Tempomacher f\u00fcr das Unternehmen Weltrekord hatte Renndirektor Mark Milde mit <strong>Sammy Kitwara<\/strong>, <strong>Geoffrey Ronoh<\/strong> sowie <strong>Gideon Kipketer<\/strong> (alle KEN) Athleten verpflichten k\u00f6nnen, die selbst zur erweiterten Weltlasse im Stra\u00dfenlauf zu z\u00e4hlen sind. So lief Kitwara im Jahr 2014 beim Chicago Marathon hochklassige 2:04:28, Ronoh war beim Berlin Marathon 2016 bis fast 30 km die treibende Kraft und lief in 2:09:29 das Rennen zu Ende. Und Gideon Kipketer wurde im Februar in 2:05:51 beim Tokyo Marathon Zweiter.<\/p>\n<p>Schon kurz nach 15 Uhr wurden alle 200 m entlang der 1000 m langen Strecke auf der Waldstra\u00dfe in Eichwalde Markierungsh\u00fctchen gesetzt, die wenigen Querstra\u00dfen mit Vorfahrt durch Ordnern besetzt und die Tempomacher mit den Abl\u00e4ufen noch einmal vertraut gemacht. Wie in der Startphase beim Berlin Marathon am folgenden Sonntag wurde f\u00fcr die Tempomacher alle 200 m aus der laufenden Zeit der entsprechende Schnitt f\u00fcr einen vollen Kilometer auf einer an der R\u00fcckseite des F\u00fchrungsfahrzeugs montierten LED-Textanzeige angezeigt. In Bezug auf die (Tempo-)W\u00fcnsche von Kipchoge waren Kilometerabschnitte im Bereich von 2:52 bis 2:54 anzustreben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11865 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-second-run-640x519.jpg\" alt=\"b-mar-2017-eichwalde-second-run\" width=\"602\" height=\"488\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-second-run-640x519.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-second-run-768x623.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-second-run.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Tempomacher in Aktion auf der Waldstra\u00dfe in Eichwalde: Sammy Kitwara, Gideon Kipketer sowie Geoffrey Ronoh (v.l.). Dahinter auf den Fahrr\u00e4dern Gerard van de Veen (r.) und Sean Hartnett. (c) B. Winter<\/span><\/p>\n<p>Dass es auch f\u00fcr L\u00e4ufer vom Kaliber Kitwaras und Co. nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, aus dem Stand ein angemessenes Tempogef\u00fchl zu entwickeln, zeigte sich im ersten Testlauf, bei dem sich Kitwara und Ronoh schnell absetzten und bei 400 m auf Kurs zu einer Kilometerzeit um 2:30 Minuten lagen &#8211; dies war viel zu schnell. Kipketer war dieses Tempo erst gar nicht mitgegangen und lief den beiden F\u00fchrenden weit hinterher, die zwar das Tempo reduzierten, aber immer noch in viel zu flotten 2:45 Minuten die Teststrecke bew\u00e4ltigten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11880 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-on-course-640x431.jpg\" alt=\"b-mar-2017-eichwalde-pacers-on-course\" width=\"586\" height=\"395\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-on-course-640x431.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-on-course-768x518.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-on-course.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Tempomacher f\u00fcr den Berlin Marathon in voller Aktion beim Testlauf in Eichwalde. (c) B. Winter<\/span><\/p>\n<p>Nach einer kurzen Diskussion der Defizite und einem lockeren Lauf zur\u00fcck zum Startpunkt wurde ein zweiter Versuch gestartet. Da sich die Startlinie unmittelbar hinter einem beschrankten Bahn\u00fcbergang befand, wurde wieder bis zum Schlie\u00dfen der Schranken gewartet, wonach die Strecke automatisch von hinten f\u00fcr gut 2 Minuten gesperrt war. Der zweite Test verlief zwar auch mit einem zu hohem Tempo, insgesamt war die Fahrt aber ausgesprochen konstant. Gerard van de Veen gab das Startsignal und kontrollierte zusammen mit Sean Hartnett den Ablauf hinter F\u00fchrungsfahrzeug und den L\u00e4ufern auf dem Fahrrad. Bei 200 m lag man auf Kurs zu 2:49 Minuten, bei 400 war dies unver\u00e4ndert, bei 600 m lief man auf 2:50 Minuten und bei 800 m und 1 km lag man wieder auf 2:49 Minuten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-11866 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-mit-gerard-640x455.jpg\" alt=\"b-mar-2017-eichwalde-pacers-mit-gerard\" width=\"592\" height=\"421\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-mit-gerard-640x455.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-mit-gerard-768x547.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-pacers-mit-gerard.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Tempomacher und Mitglieder von Volare Sports nach dem Testlauf in Eichwalde. (c) B. Winter<\/span><\/p>\n<p>Nach diesem Resultat wurde darauf vertraut, dass die Tempomacher am Sonntag noch etwas moderater das Rennen zusammen mit der Weltklasse anlaufen w\u00fcrden, und die Testl\u00e4ufe beendet. Zu einer abschlie\u00dfenden Diskussion fand sich das gesamte Team in &#8220;Marios Eiscaf\u00e9&#8221; unweit der Teststrecke ein, wobei die kenianischen Freunde vor allem durch die Unmengen von Zuckerrationen in ihren Milchkaffees f\u00fcr einige Irritation bei den weiteren Anwesenden sorgten. Da das &#8220;Ereignis&#8221; relativ kurzfristig geplant wurde, gab es keine Ank\u00fcndigung in der \u00d6ffentlichkeit, so dass im Caf\u00e9 sowie aber auch schon zuvor an der Strecke die Verwunderung \u00fcber die Geschehnisse bei den zuf\u00e4lligen Zeugen als auch den Anwohnern am Streckenrand nicht unerheblich war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11867 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-eisdiele-640x429.jpg\" alt=\"b-mar-2017-eichwalde-eisdiele\" width=\"600\" height=\"402\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-eisdiele-640x429.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-eisdiele-768x515.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/b-mar-2017-eichwalde-eisdiele.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/>Beim Milchkaffee in Marios Eiscaf\u00e9: Gideon Kipketer, Sammy Kitwara, Geoffrey Ronoh und Sean Hartnett. (c) B. Winter<\/p>\n<p>Als es nach den perfekten Bedingungen bei den Testl\u00e4ufen bei der Nachsitzung k\u00fchler wurde, wurden sogleich Decken vom Besitzerehepaar des Caf\u00e9s f\u00fcr die leicht frierenden Hauptakteure gebracht, die diese gerne nutzten. Dass dann am Sonntag das Wetter ungleich ung\u00fcnstiger und wesentliche Teile des Marathon bei Regen und K\u00e4lte zu absolvieren waren, konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen. Vor allem den \u00e4u\u00dferen Bedingungen war es schlie\u00dflich geschuldet, dass der Angriff auf den Weltrekord im Marathon der M\u00e4nner nicht vom Erfolg gekr\u00f6nt wurde. Die Siegerzeit von Eliud Kipchoge war aber angesichts dieser Umst\u00e4nde herausragend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-11879 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-splits-bis-2km-640x458.jpg\" alt=\"b-mar-2017-splits-bis-2km\" width=\"574\" height=\"411\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-splits-bis-2km-640x458.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-splits-bis-2km-768x549.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/b-mar-2017-splits-bis-2km.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 574px) 100vw, 574px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Die auf einen vollen Kilometer projizierte Zeit auf den ersten 2 km f\u00fcr die Spitzengruppe der M\u00e4nner beim Berlin Marathon 2017. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Auch unsere Tempomacher machten am Sonntag ihre Arbeit bestens. Nach einem etwas zu schnellen Beginn mit einem Tempo auf 2:46 Minuten nahm man an der Spitze die Fahrt schnell heraus und agierte bald darauf im Bereich von 2:52 Minuten. Im Vorjahr hatte man den ersten Kilometer noch in viel zu schnellen 2:41 Minuten absolviert. Damit hatte sich das Konzept der aufwendigen Tempokontrolle in der fr\u00fchen Phase sicher bew\u00e4hrt, zu dem der Vermessungsexperte Siegfried Menzel mit den exakt vermessenen und gut sichtbar markierten Zwischenmarken einen wichtigen Beitrag lieferte. Dies galt im \u00fcbrigen auch f\u00fcr den weiteren Verlauf der Strecke, bei der bis 30 km alle 500 m Abschnitte ausgewiesen wurden. Erw\u00e4hnt werden sollte sicher auch, dass die Elite-Koordinatorin des Boston Marathon, Mary Kay, bei 200 m mit einem Megaphon die Zwischenzeiten auch f\u00fcr die nachfolgenden L\u00e4ufer zurief.<\/p>\n<p>Mit der gesamten Aktion hat der Berlin Marathon seine Vorreiterrolle in der globalen Laufszene erneut demonstrieren k\u00f6nnen. Schon in naher Zukunft d\u00fcrfte sich zeigen, ob diese Prozedur Schule macht. Eliud Kipchoge wurde jedenfalls zitiert, im n\u00e4chsten Jahr wieder nach Berlin zu kommen, um bei hoffentlich besseren Bedingungen auf Rekordjagd zu gehen. Der 45. Berlin Marathon wird bereits am 16. September 2018 gestartet.<\/p>\n<p>Bewegte Bilder von der Aktion gibt es unter dem Link:<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"660\" height=\"371\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/dL5m29Gfu4o?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einem Kuriosum der (Lauf-)Geschichte geh\u00f6rt sicherlich ein Ereignis, das am Freitagnachmittag (22. September 2017) zwei Tage vor dem BMW Berlin Marathon \u00fcber die B\u00fchne ging und in der Gemeinde Eichwalde s\u00fcd\u00f6stlich von Berlin f\u00fcr einiges Aufsehen sorgte.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"table_tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11863"}],"collection":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11863"}],"version-history":[{"count":21,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11897,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11863\/revisions\/11897"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11863"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"http:\/\/run.hwinter.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftable_tags&post=11863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}