{"id":10859,"date":"2017-06-27T08:32:23","date_gmt":"2017-06-27T08:32:23","guid":{"rendered":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=10859"},"modified":"2017-07-06T08:53:05","modified_gmt":"2017-07-06T08:53:05","slug":"rueckblick-auf-die-internationale-strassenlaufszene-im-ersten-halbjahr-2017-weltrekorde-und-breaking2-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=10859","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf die internationale Stra\u00dfenlaufszene im ersten Halbjahr 2017:  Weltrekorde und &#8220;Breaking2&#8221; &#8211; Teil 4"},"content":{"rendered":"<p>Weitgehend in unseren Breiten unbeachtet gab es beim <strong>Seoul International Marathon<\/strong> am 19. M\u00e4rz 2017 gl\u00e4nzende Ergebnisse, vor allem auch in der Leistungsbreite. Bei der von der Zeitung Dong-A organisierten Veranstaltung (nicht zu verwechseln mit dem Lauf im Herbst veranstaltet von JoongAng) siegte <strong>Amos Kipruto<\/strong> (KEN) nach 2:05:54 und zog dabei vier weitere Landsleute unter eine Zeit von 2:06:30 Stunden. <!--more-->Auch bei den Frauen ging der Sieg durch <strong>Margaret Agai<\/strong> in 2:25:52 nach Kenia.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9747 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/lissabon-hm-2017-winner-robertson-640x490.jpg\" alt=\"lissabon-hm-2017-winner-robertson\" width=\"474\" height=\"363\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/lissabon-hm-2017-winner-robertson-640x490.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/lissabon-hm-2017-winner-robertson-768x588.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/lissabon-hm-2017-winner-robertson.jpg 1144w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Jake Robertson (NZL) gewann den EDP Lissabon Halbmarathon. (c) RTP-Screenshot<\/span><\/p>\n<p>Eine kleine Sensation gab es am gleichen Tag beim <strong>EDP Lissabon Halbmarathon<\/strong>, als der weniger ausgewiesene <strong>Jake Robertson<\/strong> der beiden Br\u00fcder aus Neuseeland die gesamte (ost)afrikanische Konkurrenz in Schach hielt und das Rennen in 1:00:00 gewann. Erst 10 Sekunden sp\u00e4ter kam mit James Mwangi der erste Kenianer ins Ziel. Bei den Frauen musste Marathon-Weltmeisterin <strong>Mare Dibaba<\/strong> (ETH) in 1:09:43 alles geben, um die Olympiasiegerin \u00fcber 5000 m von 2016 in Rio, Vivian Cheruiyot (KEN), im Spurt bei deren Halbmarathon-Deb\u00fct mit einer Sekunde Vorsprung zu besiegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9763 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nyc-hm-2017-winner-lelisa-640x426.jpg\" alt=\"nyc-hm-2017-winner-lelisa\" width=\"550\" height=\"366\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nyc-hm-2017-winner-lelisa-640x426.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nyc-hm-2017-winner-lelisa-768x511.jpg 768w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/nyc-hm-2017-winner-lelisa.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Feyisa Lelisa \u00fcberquert in der f\u00fcr in typischen Armhaltung die Zielline in Lower Manhattan. (c) Veranstalter <\/span><\/p>\n<p>Nachdem die Prognosen eines Schneechaosf\u00fcr eim <strong>United Airlines Yew York City Half<\/strong> (gottseidank) daneben lagen, waren die Strecken schnee- und eisfrei, nur die Temperaturen bewegten sich unweit des Gefrierpunktes. Davon lie\u00df sich aber der neue britische Shooting Star der Szene <strong>Callum Hawkins<\/strong> kaum beeindrucken und verlangte in einem spannenden Rennen dem mittlerweile in den USA lebenden Silbermedaillen-Gewinner beim Olympischen Marathon 2016, <strong>Feyisa Lelisa<\/strong> (ETH), alles ab. In seiner typischen Armhaltung passierte Lelisa die Ziellinie nach 1:00:04, ganze vier Sekunden vor Hawkins. Arne Gabius absolvierte nach langer Verletzungspause wieder einen Wettkampf, konnte aber als 19. in 1:04:20 kaum \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9780 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/eldoret-hm-2017-poster-505x640.jpg\" alt=\"eldoret-hm-2017-poster\" width=\"383\" height=\"486\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/eldoret-hm-2017-poster-505x640.jpg 505w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/eldoret-hm-2017-poster.jpg 680w\" sizes=\"(max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Eliud Kipchoge war der Schirmherr bei der Premiere des Red Cross Half Marathon in Eldoret. (c) H. Winter<\/span><\/p>\n<p>Den traditionsreichen <strong>&#8220;Stramilano&#8221;<\/strong>, der Halbmarathon in Mailand, konnte bei den Frauen durch <strong>Ruth Chepngetich<\/strong> (KEN) in 1:07:42 einen neuen Streckenrekord vermelden, w\u00e4hrend bei den M\u00e4nnern das Leistungsniveau stagnierte. Hier gewann <strong>Moronga Oncocke<\/strong> (KEN) in 1:01:20. Auch noch am 19. M\u00e4rz gab es in der kenianischen L\u00e4uferhochburg Eldoret auf 2200 m Seeh\u00f6he die Premiere des <strong>Red Cross Half Marathon<\/strong>, bei dem Topstar Eliud Kipchoge als Schirmherr fungierte. Kipchoge war in den Vorbereitungen f\u00fcr das &#8220;Breaking2&#8221;-Projekt, lief deshalb nicht selber mit. Aber seine Landsleute (und -frauen) vollbrachten in der extremen H\u00f6he grandiose Leistungen, allem voran <strong>Isaac Kipkoech<\/strong> mit 1:00:52 als Sieger des Halbmarathon.<\/p>\n<p>Auch Marathon wurde am 19. M\u00e4rz gelaufen. Beim <strong>Los Angeles Marathon<\/strong> siegte in bescheidenen 2:11:52 der Kenianer <strong>Elisha Barno<\/strong>, bei den Frauen war <strong>Hellen Jepkurgat<\/strong> (KEN) in 2:34:23 vorne. Auf dem nicht Regel konformen Kurs verzichtete man auf die in den letzten Jahren stets spannende &#8220;Gender-Challenge&#8221;, wo die Frauen mit einem Vorsprung von der M\u00e4nnerelite gejagt wurden. Eigentlich schade, hatte doch dieses Element die Einschaltquoten der TV-\u00dcbertragungen mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5827 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/chongqing-mar-2016-logo-640x211.jpg\" alt=\"chongqing-mar-2016-logo\" width=\"549\" height=\"181\" srcset=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/chongqing-mar-2016-logo-640x211.jpg 640w, http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/chongqing-mar-2016-logo.jpg 686w\" sizes=\"(max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Chongqing International Marathon war im Jahr 2016 einer der prominenteren von insgesamt 125 Marathon-Veranstaltungen in China.<\/span><\/p>\n<p>Im Land des boomenden Laufsports hatte man an diesem Tag Los Angeles deutlich \u00fcberfl\u00fcgeln k\u00f6nnen. <strong>Afewerk Mesfin<\/strong> (ETH) gewann den <strong>Chongqing International Marathon<\/strong> in beachtlichen 2:09:49, bei den Frauen war <strong>Rael Kiyara<\/strong> (KEN) in 2:26:22 die Beste. Dazu passte dann auch die Mitteilung des chinesischen Leichtathletik-Verbandes, dass in <strong>328 Laufveranstaltungen im Reich der Mitte<\/strong> insgesamt 2.800.000 Teilnehmer gez\u00e4hlt wurden, womit man die Zahlen des Jahres davor mehr als verdoppelte. Noch Schwindel erregender sind die Prognosen des Verbandes f\u00fcr das Jahr 2020 mit 800 Veranstaltungen und 10 Millionen (!) Teilnehmern. Keine Frage, diese Entwicklungen werden die globale Laufszene nachhaltig ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5203 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/wmm-winners-tokyo-2016.jpg\" alt=\"wmm-winners-tokyo-2016\" width=\"541\" height=\"295\" \/><\/span><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Race-Direktoren der World Marathon Majors bei der Preis\u00fcbergabe der Serie IX an Eliud Kipchoge und Mary Keitany (Mitte). (c) WMM<\/span><\/p>\n<p>Am 22. M\u00e4rz verk\u00fcndeten die (Abbott)<strong> World Marathon Majors<\/strong>, die vermeintliche Eliteliga des Marathonlaufs, einige \u00c4nderungen in der Verteilung der erheblichen Preissummen. Den Wettbewerb der Serie IX f\u00fcr die Jahre 2015\/16, den eigentlich niemand verfolgt, gewannen mit <strong>Eliud Kipchoge<\/strong> und <strong>Mary Keitany<\/strong> (beide KEN) die sicherlich aktuell besten der Zunft. Solange man allerdings in den deutschen TV-Medien bis auf wenige Ausnahmen von den Majors wenig zu sehen bekommt, verpufft die mediale Wirkung dieser ansonsten sicherlich lobenswerten Initiative v\u00f6llig im Wettstreit um die \u00f6ffentliche Akzeptanz mit dem Monopol der Ballsportarten und des Wintersports.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-9859 aligncenter\" src=\"http:\/\/run.hwinter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/cross-wm-2017-winner-kamworor.jpg\" alt=\"cross-wm-2017-winner-kamworor\" width=\"397\" height=\"360\" \/><span style=\"font-size: 12pt;\">Geoffrey Kamworor (KEN) konnte in Kampala seinen WM-Titel im Cross verteidigen. (c) Veranstalter<\/span><\/p>\n<p>Beim<strong> Venloop<\/strong> im niederl\u00e4ndischen Venlo am 29. M\u00e4rz konnten die Akteure an der Spitze das einmalige Ergebnis mit drei M\u00e4nnern unter einer Stunde nicht wiederholen. <strong>Meshack Koech<\/strong> (KEN) hie\u00df der Sieger in diesem Jahr, auch durch eine Fehlleitung vor dem Ziel lief er &#8220;nur&#8221; 1:00:19. Bei den Frauen verfehlte die Siegerin<strong> Naomi Jebet<\/strong> (KEN) in 1:10:03 den Streckenrekord um nur eine Sekunde. In der weit entfernten Hauptstadt von Uganda Kampala stritten zur gleichen Zeit die Crossl\u00e4ufer um Weltmeister-Meriten. Spektakul\u00e4r war dort sicher der Einbruch des jungen Joshua Cheptegei (UGA), der nach einem aberwitzigen Zwischenspurt schon wie der sichere Sieger aussah. Auf dem letzten Kilometer &#8220;lief&#8221; bei dem wackren Akteur so gut wie nichts mehr. V\u00f6llig entkr\u00e4ftigt taumelte er als 30. ins Ziel, der alte Weltmeister war somit auch der neue: <strong>Geoffrey Kamworor<\/strong> (KEN). Und auch bei den Frauen gabe es durch <strong>Irene Cheptai<\/strong> (KEN) einen kenianischen Sieg.<\/p>\n<p>Der Monat M\u00e4rz klang dann l\u00e4uferisch mit dem <strong>PZU Warschau Halbmarathon<\/strong> am gleichen Tag aus, wo bei k\u00fchlen Temperaturen 12180 Finisher registriert wurden. Am schnellsten waren <strong>John Lotiang<\/strong> (KNE) bei den M\u00e4nnern in 1:01:12 und <strong>Ayantu Gemechu<\/strong> (ETH) in 1:10:26 bei den Frauen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/run.hwinter.de\/?p=10908\"><strong>Teil 5 folgt<\/strong><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weitgehend in unseren Breiten unbeachtet gab es beim Seoul International Marathon am 19. M\u00e4rz 2017 gl\u00e4nzende Ergebnisse, vor allem auch in der Leistungsbreite. 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